14 bisher nicht nötig zu haben, den Absatz ihrer Schuldverschreibungen ­ auf diesem Wege zu fördern, ja, es wird sogar vielfach ­ für schädlich für den Staatskredit erachtet, ein solches Verfahren ­ einzuschlagen. Unseres Erachtens mit Unrecht. Wenn der Staat in so großem Umfange, wie dies im Laufe der letzten drei Jahrzehnte geschehen ist, als Borger an den Geldmarkt herantritt, wenn Jahr für Jahr eine große Emission der andern folgt, wird es auch für den Staat nützlich sein, für einen glatten Absatz seiner Papiere dadurch Sorge zu tragen, daß er den Banken eine, wenn auch vielleicht nur geringe Provision zugesteht. Die hierfür aufzuwendenden Beträge werden insofern schon sehr bald Nutzen bringen, als mit ihrer Hilfe der Kreis der Staatspapierbesitzer erheblich erweitert und hierdurch eine Erhaltung des Kursniveaus, eine größere Stabilität, herbeigeführt ­ wird. Mit der Würde des Staates und mit der Güte des Staatskredits hat die Gewährung von Provisionen an die Banken nichts zu tun. Selbstverständlich müßte, wenn die Gewährung von Bonifikationen an die Banken nicht zu immer neuen Ankäufen ­ und Wiederverkäufen Gelegenheit bieten und die Provisionen ­ nicht völlig nutzlos aufgewendet werden sollen, eine Kontrolle ­ darüber ausgeübt werden, daß die mit Bonifikation verkauften ­ Stücke innerhalb einer bestimmten Frist nicht wieder an den Markt gelangen. Es ist nicht einzusehen, warum sich eine solche Kontrolle technisch trotz des großen Umsatzes in Reichsund Staatspapieren nicht sollte schaffen lassen. Es fragt sich ferner, ob nicht die seit dem Jahre 1910 den Banken gewährte Bonifikation für ihre Mitwirkung bei der Eintragung von Schuldbuchforderungen, ­ durch die die Tauschoperationen erschwert und die Ernstlichkeit des Willens zum dauernden Erwerb der Buchforderung gewährleistet erscheint, etwas reichlicher bemessen ­ werden könnte. Sie wird jetzt in Höhe von 10 Pfennigen ­ für 1000 Mark an Banken und Bankiers bezahlt, eine recht geringe Provision, deren Erhöhung die Bankiers zweifellos ‘reizen würde, ihre Klienten zu stärkerer Eintragung von Schuldbuchforderungen ­ anzuhalten. Neben den Fehlern der Emissionstechnik kommen als Ursachen ­ für die rückläufige Bewegung der Staatspapierkurse