?6 getroffen, ja die Industrie hat Fortschritte gemacht. Wer wollte aber bezweifeln, daß unsere ßaumwollindustrie jetzt mindestens [ebensoweit ist als die englische in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts? Die Behauptung ist daher nicht zu kühn, daß der Zehnstundentag die deutsche Baumwollindustrie keineswegs in ihrer Entwicklung auf halten würde. Am Schlüsse dieses Kapitels möchte ich darauf hinweisen, daß die Regierung einen sichtbaren Anlauf genommen hat, die Arbeiter verhältnisse ständig zu kontrollieren. Im Jahre 1902 ging von ihr die Einberufung eines Arbeitsbeirates der sozialstatistischen Abteilung des Kais. Statistischen Amtes aus. Aufgabe desselben wird in erster Linie die Berichterstattung über den Arbeitsmarkt sein, aber auch auf Lohnstatistik, Wohnungswesen, Sozialpolitik der Gemeinden und Gewerbegerichte sollen sich die Mitteilungen des Arbeitsbeirates er strecken. Damit wäre eine große Lücke in der amtlichen Statistik ausgefüllt, und es wäre nur zu wünschen, daß sich diese Einrichtung bald zu einem selbständigen Reichsarbeitsamt erweiterte. Kapitel IX. Statistische Mitteilungen. Am Ende des Entwicklungsganges der deutschen Baumwoll industrie angelangt, bleibt uns noch übrig, einige statistische Angaben zu machen. Wenn wir damit vielleicht auch nichts Neues bringen, so tragen sie dazu bei, das Gesagte zu illustrieren und zu verdeutlichen. Wie die Baumwolle als Konsumartikel eine immer größere Rolle spielt, das zeigen folgende, verschiedenen Jahrgängen des statistischen Jahrbuchs für das Deutsche Reich entnommene Zahlen für den Ver brauch von Rohbaumwolle im ganzen und pro Kopf der Bevölkerung. Er betrug im jährlichen Durchschnitt: im ganzen (Tonnen) pro Kopf der Bevölk. (kg-) 1836— 1840 8 917 o,34 1841 — 184s 13 246 o,47 1846— 1850 15 782 o,53 1851— 1855 26 441 0,83 1856— 1860 46 529 i,39 1861 —- 1865 46 831 b33