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im  Volk  als  eine  unbillige  Einrichtung  empfunden.  Um  das
zu  beweisen,  lassen  Sie  mich  folgende  Zahlen  anführen.
Nach  der  Zählung  von  1900  umfassten  die  45  ländlichen
Wahlkreise  2,110,552  Einwohner,  die  37  städtischen  Wahlkreise
2,091,664  Einwohner,  dagegen  zählten  1834  die  Stadtgemeinden
523,771,  die  Landgemeinden  1,071,897  Einwohner,  die  städtischen
Wahlkreise  umfassen  also  nahezu  gleichviel,  heute  wahrscheinlich ­
  wesentlich  mehr  Einwohner,  als  die  ländlichen  Wahlkreise.
Nach  den  vielfachen  Einverleibungen  im  Jahre  1903  sind
die  Stadtgemeinden  auf  2,202,414  Einwohner  angewachsen,  die
Landgemeinden  auf  1,999,802  Einwohner  gesunken.
•Noch  deutlicher  tritt  die  Benachteiligung  der  Städte  hervor,
wenn  man  die  steuerliche  Leistung  von  Stadt  und  Land,
welche  die  dem  Wahlgesetz  zugrunde  liegende  Basis  bildet,  ins
Auge  fasst.
Nach  den  amtlichen  Steuerlisten  von  1900  betrug  das
steuerliche  Einkommen  nach,  Abzug  der  Schuldzinsen
bei  der  Landbevölkerung  822  165582  Mark,
bei  der  städtischen  Bevölkerung  1  393  907  844  Mark,
die  dem  Staate  gezahlten  direkten  Steuern  beziffern  sich
bei  der  ländlichen  Bevölkerung  auf  9  752  205  Mark,
bei  der  städtischen  Bevölkerung  auf  25490392  Mark.
In  dem  zwanzigjährigen  Zeiträume  von  1880  bis  1900  beläuft ­
  sich  die  Zunahme  der  Steuerbeträge
in  den  Städten  auf  17668434,  das  ist  225,9  Proz.,
in  den  Dörfern  auf  5458119,  das  ist  127,9  P roz -
Betrachtet  man  die  Erträge,  welche  die  Grundsteuer  in
dem  Zeiträume  von  1890  bis  1900  ergeben  hat,  so  zeigt  sich,
dass  dieselben  in
Dresden-Stadt  von  8  895  79  t  auf  12  863  113  Einheiten,  gleich
44,6  Proz.  Zunahme,
Leipzig-Stadt  von  13719064  auf  20366014  Einheiten,  gleich
48.5  Proz.  Zunahme,
Chemnitz-Stadt  von  2  142  471  auf  3  524247  Einheiten,  gleich
64.5  Proz.  Zunahme
gestiegen  sind,  während  die  vorwiegend  landwirtschaftlichen
Steuerbezirke
Kamenz  von  46369  Mk.  auf  49753  Mk.,  gleich  7,3  Proz.,
Oschatz  ,,  77  9 21  „  r&gt;  80  148  „  „  2,9  „
Borna  „105547  „  »  110071  „  „  4,2  „
stiegen,  und  die  Bruttoerträge  von
Dresden-Stadt  von  351  833  Mk.  auf  538  630  Mk.,  gleich  53,1  Proz.
Leipzig-Stadt  „  540127  „  „  806174  „  „  49,2  „
Chemnitz-Stadt  „  91642  „  „  142811  „  „  55,8  „