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dagegen  im  „
Kam  enzer  Steuerbezirk  von  46  36g  Mk.  auf  49  753  Mk.  gleich  7,3  rroz.
Oschatzer  „  „  77921  „  „  80148  „  «  2,9  „
Bornaer  „  „  105547  «  «110071  „  _  »  4’ 2  _»
stiegen,  sodass  also  auch  diese  Erträge  in  den  städtischen.  Bezirken ­
  ungleich  schneller  und  höher  angewachsen  sind,  wie  in
den  ländlichen.
Von  der  Einkommensteuer  entfielen:
auf  die  Städte:  auf  das  platte  Land:
1898:  22550847  Mark,  8478256  Mark
1875:  720432  „  382367  „
bei  dem  einfachen  Steuersatz,  und  von  dem  emgeschätzten
Einkommen
auf  die  Städte  :  auf  das  platte  Land  :
1898:  1259  253  137  Mark,  743109609  Mark,
1875:  556  594847  „  400985937  „
Mit  dem  Inkrafttreten  der  Ergänzungssteuer  wird  sich  die
Ungleichheit  in  der  Steuerbelastung  noch  vergrössern.
Diese  vorstehenden  Zahlen  ergeben,  dass  die  Fortschritte
im  Wirtschaftsleben  der  letzten  Jahrzehnte  zur  Zeit  vor  allem
auf  die  mächtige  Entwicklung  der  Städte  zurückzuführen  sind
und  dass  sich  namentlich  die  industrielle  Leistung  der  Städte  im
Vergleich  mit  der  des  Landes  derartig  gehoben  hat,  dass  ihre
Vertretung  in  der  Zweiten  Ständekammer  als  angemessen  nicht
mehr  bezeichnet  werden  kann.
Noch  ärger  wird  das  Missverhältnis  dadurch,  dass  sich  in
den  einzelnen  Wahlkreisen  eine  ganz  ausserordentliche  Verschiebung ­
  der  Bevölkerungsziffer  vollzogen  hat.
So  umfassen  z.  B.  die  zwei  städtischen  Wahlkreise  in
Chemnitz  nach  der  Zählung  vom  1.  Dezember  1900  206913  Einwohner, ­
  jeder  also  rund  103456  Einwohner,  dagegen
der  27.  ländliche  Wahlkreis  ca.  30000  Einwohner,
*  4-  »  „  «  27  600  „
»  l 7-  ,  „  „26400  „
Es  haben  also  im  17.  ländlichen  Wahlkreise  ca.  26400  Einwohner ­
  ebenso  viel  Wahlrecht  wie  in'Chemnitz  103  456  Einwohner.
Wenn  man  nun  noch  eine  Aufrechnung  für  die  einzelnen
Städte  in  Bezug  auf  die  Zusammensetzung  der  Bevölkerung'sziffer
der  Steuerbeträge  gegenüber  ländlichen  Bezirken  macht,  so  ersieht
man  mit  unzweifelhafter  Klarheit,  dass  die  Verhältnisse  beim
Wahlrecht  sich  immer  mehr  zu  Ungunsten  der  städtischen  Bevölkerung ­
  verschoben  haben.
Es  sind  auch  in  diesem  Saale  Tafeln  ausgestellt,  aus  denen
die  V  erteilung  der  Bevölkerung  auf  die  verschiedenen  Erwerbszweige ­
  ersichtlich  ist.  Ich  bitte  Sie,  Ihr  Interesse  auch  dieser
Statistik  zuzuwenden.