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Wenn  wir  in  dieser  Arbeit  unentwegt  fortfahren,  wenn  wir
unsere  Erwerbsgenossen  täglich  mahnen,  Jeder  an  seinem  Teile
Kraft  und  Zeit  in  den  öffentlichen  Dienst  zu  stellen,  so  werden
wir  gewiss  unserem  engeren  Vaterlande  einen  grossen  und
wesentlichen  Dienst  erweisen.  (Grossen  Beifall.)
Vorsitzender:  Meine  Herren.  Ich  hoffe  auf  Ihre  Zustimmung, ­
  wenn  ich  mir  gestatte,  in  Ihrer  Vertretung  Herrn
Landtagsabgeordneten  Langhammer  den  verbindlichsten  Dank
für  seine  ausgezeichnete  Rede  darzubringen.
Ich  stelle  nun  diesen  Vortrag  zur  Besprechung.
Das  Wort  hat  zunächst  Herr  Direktor  Rascher.
Herr  Direktor  R  a  s  c  h  e  r  -  Berlin  :  Der  geehrte  Herr  Vorredner, ­
  Herr  Langhammer,  hat  mir  voll  und  ganz  aus  der  Seele
gesprochen  mit  seiner  Mahnung,  dass  auch  wir  uns  enger  zusammenschliessen
  müssen,  um  endlich  einmal  diesen  etwas  zu
sehr  ins  Kraut  geschossenen  Bäumen  der  Sozialdemokratie  entgegenzutreten ­
  und  die  zu  weit  vorgeschossenen  Zweige  etwas
zu  beschneiden.
Wir  gerade  in  Berlin  haben  kürzlich  erst  wieder  unter  den
unvernünftigen  Forderungen  der  sozialdemokratischen  Gewerk
schäften  und  dieser  Sozialdemokraten  überhaupt  zu  leiden  gehabt.
Sie  wissen  alle,  dass  wir  erst  vor  kurzem  den  grossen  Metallarbeiterstreik ­
  dort  beendet  haben.  Fs  war  dies  ein  sehr  weitgehender ­
  Streik.  Es  handelte  sich  viel  weniger  um  die  Lohnfrage, ­
  es  war  einfach  eine  Machtfragc  darum:  wer  hat  in  der
Fabrik  zu  bestimmen,  der  Chef  oder  der  Arbeiter?  Die  Forderungen ­
  der  sozialdemokratischen  Gewerkschaften  gingen  ja  dahin,
dass  sie  bestimmen  wollten,  in  welcher  Weise  gearbeitet  werden
sollte,  ob  gearbeitet  werden  sollte,  wie  lange  gearbeitet  werden
sollte,  welche  Löhne  gezahlt  würden.  Ja,  meine  Herren,  wenn
wir  erst  einmal  dahin  kommen,  dass  wir  nicht  mehr  bestimmen,
sondern  die  sozialdemokratischen  Gewerkschaften,  dann  können
wir  alle  zusammen  einpacken,  dann  werden  unsere  Geschäfte
mehr  und  mehr  zurückgehen  und  schliesslich  vollständig  entschlafen. ­

Wir  haben  in  Berlin  gesehen,  dass  nur  durch  den  Zusammenschluss ­
  den  Forderungen  der  Sozialdemokratie  entgegengetreten ­
  werden  kann,  und  ich  glaube,  wenn  wir  uns  alle  Zusammenschlüssen, ­
  auch  die  Industriellen  in  Sachsen,  in  Bayern
und  überall  im  weiten  deutschen  Vaterlande,  dass  wir  sehr  wohl
imstande  sind,  diesen  sozialdemokratischen  Forderungen  auch
stets  mit  gleichem  Erfolge  entgegenzutreten.  Wenn  Sie  einmal
in  die  gleiche  Lage  kommen  sollten,  werden  wir  in  Berlin
Ihnen  sicher  auf  das  weiteste  entgegenkommen.
Vorsitzender;  Ich  möchte  darauf  aufmerksam  machen,
dass  wir  bei  der  Besprechung  nicht  soweit  ausschweifen  möchten,