44 wärts und bringt statt Grundvermögen bares Geld mit, so muß erst recht der Betrieb durch Zukauf von Grundstücken erweitert werden. Der Nachfrage nach Grundstücken wird durch Veräußerung von Losanteilen, von ganzen Anwesen, die durch Tod, Wegzug des Besitzers feil werden, endlich von Gütern im Zwangswege genügt. Außer Angebot und Nachfrage wirken noch andere Faktoren Preis bestimmend auf den Verkehrswert ein. Äcker in der Nähe des Dorfes erzielen höhere Preise als gleich fruchtbare, die au der Peripherie der Markung gelegen sind. Wir haben schon gelegentlich der Untersuchung der Parzellierung in Merkershauseu konstatiert, daß nach den dem Dorfe nahe gelegenen Äckern eine erhöhte Nachfrage besteht. Z Die Kauflust und Kaufkraft der Leute wird um so größer sein, je weniger sie mit Fristen aus vorhergehenden Strichen belastet sind. Zu abnormen Preisbildungen kommt es, wenn jeder der beiden angrenzenden Grundstücksbesitzer das inmitte liegende Grundstück für sich streichen will. Es ist im allgemeinen zu begrüßen, wenn der einzelne Grundbesitzer sein Grundstück durch Zukauf des anstoßenden auf eine wirtschaftlichere Größe bringen will; allein in manchen Fällen kann der dadurch erzielte Gewinn nicht den unrentablen Kauf des an grenzenden Grundstücks, dessen angelegter Wert zum Ertragswert in gar keinem Verhältnis steht, aufwiegen. Nicht selten ist die Existenz dessen, der sich bei der Versteigerung zu unsinnigen Geboten hinreißen läßt, in höchstein Grade gefährdet. Die Höhe der Bodenpreise im Grabfeld unterliegt in zeitlicher wie in örtlicher Beziehung großen Schwankungen. In den 90 er Jahren des vorigen Jahrhunderts waren die Bodenpreise etwas gedrückt, jetzt ziehen sie allgemein wieder an. Orte, deren Bevölkerung tut Ver hältnis zum verfügbaren Boden zu stark ist, zeichnen sich durch hohe Bodenpreise ans. So lvar die Gemeinde Saal von jeher ob ihrer hohen Bodenpreise bekannt und berüchtigt. Es mag dies von dem Umstand herrühren, daß anfangs und Mitte des vorigen Jahrhunderts das dort zahlreich vertretene Gewerbe (namentlich Leineweberei) durch die in den Städten aufblühende Industrie verdrängt wurde, was zur Folge hatte, daß in der späteren Zeit die starke Bevölkerung ausschließlich auf den Grundbesitz angewiesen war. Obwohl die Bevölkerung von 1036 Einwohnern um das Jahr 1830 auf 929 um das Jahr 1903 zurückging, ist doch noch die Bevölkerung im Verhältnis zur verfüg baren Fläche zu dicht. Die Gemeinde Aubstadt macht in neuerer Zeit Saal inbezug ans hohe Bodenpreise den Rang streitig. Bei unseren Erhebungen haben wir, da eine statistische Erfassung i) Oben S. 40.