48 zurückerhält und somit seine wirtschaftliche und finanzielle Position wohl Schwankungen, niemals aber dauernden Schwächungen unterliegen wird. Wie es also mit den bedeutenden Kapitalien für die Kriegsführung sich erwiesen hat, daß diese Summen keineswegs alle unproduktive Anlage ­ fanden und der Volkswirtschaft somit verloren wären, so ist es auch gleicherweise mit der Situation ans dem Arbeitsmarkte selbst. Der Fortzug von rund einer Million arbeitskräftiger Männer bedeutet auch nicht einen gleich großen Ausfall produktiver Arbeitsleistung und somit ­ eine Abnahme des Volkseinkommens. Sie wurden durch andere, in der Heimat zurückbleibende Männer, sowie durch weibliche Arbeitskräfte, ­ ja, zum Teil selbst durch Kinder ersetzt; besonders war die Möglichkeit hierzu bei der Ausübung vieler landwirtschaftlicher Arbeiten gegeben, die keine hohe Kräfteanstrengnngen erforderlich machen. Natürlich ­ gab es vor dem Kriege auch eine ganze Reihe nicht arbeitender Volkselemente — teils arbeitslose, teils arbeitsscheue — alle diese sind jetzt zu produktiver Betätigung herangezogen, so daß ein Ausfall an Arbeitsleistung im Großei: und Ganzen nicht zu erwarten steht. Überträgt man die Wirkungen des Krieges auf den japanischen Außenhandel, so muß zugegeben werden, daß einzelne Handelszweige, die bestimmten Waren herstellen, zwar mehr oder minder schwer getroffen ­ sein mögen, dafür aber sind andere Elemente im Außenhandel aufgetreten, die nur eine Schwerpunktsverschiebnng bewirkten, während sogar die Gesamtwertziffern der Ausfuhr liub der Einfuhr eine Zunahme ­ aufweisen. Die Statistik gibt hierüber folgende Aufklärung. Es betrug in Millionen Jen der Wert der: 1903 1901 Zunahme absolut Zunahme in °/o Ausfuhr . . . . 289.5 319.2 29.7 10.2 Einfuhr . . . . 317.1 371.1 54.0 17.0 Insgesamt . . 600,6 690.4 83.7 13.8 Im Jahre 1904 betrug der Einfuhrüberschuß dem Werte nach 51.9 Millionen Den, auch war die Einfuhrsteigerung gegenüber dem Vorjahre weit beträchtlicher als die Zunahme der gleichzeitigen Ausfuhren. ­ Dieser Umstand findet darin seine Erklärung, daß eine bedeutende ­ Menge von Waren, wie: Wolle, Eisen, Stahl, Schiffe für den Krieg benötigt wurden; andererseits wurden vielfach Waren von den Händlern in größeren Quantitäten als gewöhnlich bezogen, da sie durch diese Vorhereinfuhr einer außerordentlichen Stenererhöhung aus dein Wege gehen konnten. Zu solche» Waren gehören z. B. Zucker und