56 ■i zirken, wie Aichi, Schiga, Gifu wurden in ähnlicher Weise Nen- forstuugen vorgenommen, ebenso in den Regierungsbezirken Jschikawa und Saitama, wo man die Setzlinge seitens der Bezirksverwaltnng gratis lieferte und von der Bevölkerung nur das Anpflanzen der selben verlangte. Im Landkreis Koga des Regierungsbezirkes Schiga wurden 18000 Setzlinge zu einem neuen Forst angepflanzt, dessen Erträgnisse für die Zwecke des roten Kreuzes bestimmt wurden. In dem gleichen Land kreis brachte das Dorf Jwane als Kriegsandenken die Beforstung großer Sandflächen — zwecks Verhütung weiterer Versandung — zur Durchführung. Die sämtlichen Dorfbewohner, sogar die Kranken hatten sich an der Anpflanzung beteiligt, und so waren innerhalb dreizehn Tagen 300 Cho Land mit vier Millionen Setzlingen bepflanzt worden. Gewiß eine hervorragende Leistung! Andere interessante Aufforstungen oder Neuanlagen von Forsten aus Anlaß des Krieges wurden von der Schuljugend zu Zwecken der Volkserziehung vorgenommen, so in den Landstädten und Dörfern Usui, Nakasato, Kamikawa u. a. m. Des weiteren bildete der Krieg die Veranlassung dazu, daß ausgedehnte Ödländereien der Kultur unter worfen wurden, deren Erträgnisse dann zuweilen neue Einnahmen eines Dorfes oder einer Gemeinde bedeuteten, so z. B. im Dorf Otsuka des Regierungsbezirkes Iamanaschi. Ebenso war es der Krieg, welcher die Zusammenlegung kleinerer und unzweckmäßig verteilter Grundstücke zu größeren Betriebseinheiten in ein schnelles Tempo brachte. Dieses Verfahren wurde seitens der japanischen Regierung schon vor dem Kriege ans Gründen der Produktionspolitik mit allein Nachdruck unter stützt, da man den sozialpolitischen Wert größerer landwirtschaftlicher Betriebe für Japan längst erkannt hatte. Hier sind die Regierungs bezirke Jbaraki, Aichi, Akita, Fukuschima u. a. zu erwähnen. Im Re gierungsbezirk Jbaraki stehen z. B. 87000 Cho Reisfelder unter Kultur, von denen jedoch etwa 70°/ 0 zu feucht — beinah sumpfig — sind. Durch geeignete Zusammenlegung und gemeinschaftliche Bewirt schaftung dieser Äcker ist es nun möglich geworden, 60000 Cho Acker land trocken zu legen und auf diesem so verbesserten Boden statt wie bisher nur eine, jetzt jährlich zwei Reisernten zu erzielen. Für die Ernte kommen jene 60000 Cho Acker nunmehr also zweimal in Be tracht. Zudem erspart man bei dieser Zusammenlegung die vielen kleinen Feldwege mit ihrem verlorenen Terrain, der Wasserbedarf ist genau geregelt, der Transport von Düngemitteln und die Bestellung der Äcker selbst gehen weit leichter von statten und erfordern viel weniger Arbeitsaufwand. Zudem wurde eine ganze Reihe Verbesserungen in die japanische Landwirtschaft eingeführt, die aus der Notwendigkeit