72 richtungeil oder Arbeiten, bereit Nutznießung der Nation in der Zukunft dauernd gesichert bleiben wird. Als eine der Ursachen zu dem jetzigen Kriege ist japanischerseits die Notwendigkeit zu betrachten, ihr Wirtschaftsgebiet und ihren Absatz markt auf die Mandschurei und Korea ausdehnen zu müssen. Nach dem erfolgreichen Abschluß des Krieges wird Japan in diesen beiden Ländern ausgedehnte Maßnahmen zum Schutze und zur Verbreitung seines Handels in Anwendung bringen müssen, denn der Markt dieser beiden Länder bildet neben der Frage einer nationalen Existenz das Kampfobjekt des augenblicklichen Krieges mit Rußland. Japan wird hier also mit allen Mitteln bestrebt sein, diese Länder völlig unter seinen Einfluß zu bringen, um hier, wenn auch nicht nominell, so doch in Wirklichkeit Herrscher zu sein. Im Interesse des japanischen Staates liegt es ferner, der Aus wanderungsfrage eine erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Nur die ininderwertigen Arbeiterelemeute wird nian in Zukunft in fremde Länder ziehen lassen, woselbst sie lediglich als Lohnarbeiter auftreten; die ge bildeten, besseren und arbeitstüchtigen Elemente aber wird man unter der Leitung hochgebildeter Japaner zur Ansiedelung in solchen Landes gebieten zu bewegen haben, die dem japanischen Mutterlande in Zukunft auch Nutzen versprechen. Der jetzige Krieg hat den Blick breiter Volks massen in Japan erweitert, und zudem haben die Soldaten schon Korea und die Mandschurei, als die zukünftigen ureigentlichsten Ansiedelnngsgebiete, durch den Augenschein kennen gelernt, uni unter ihren Angehörigen eine allgenieine Kenntnis jener Gebiete herbeizuführen. Die fundamentalen Bedingungen für eine japanische Siedelung sind somit aller menschlichen Voraussicht nach gegeben und zwar eben durch den Krieg, der die Kenntnis der Siedelungsgebiete brachte und die Answanderungslust dorthin erhöhen half. Die Mandschurei und Korea bilden die terri torialen Substrate für die Ausdehnungstendenz der modernen japanischen Volkswirtschaft, deren Landeskinder nicht mehr als Lohnarbeiter in fremde Dienste treten sollen, sondern als Ansiedler unter der sachver ständigen Leitung einsichtiger und erfahrener Führer dem Mutterlande von dauerndem Nutzen sich erweisen werden. Zwar werden dadurch diese Länder vorwiegend unter japanischen Einfluß gestellt, aber die wirtschaftliche Entwicklung des eigenen Vater landes innerhalb der letzten vierzig Jahre hat den Japaner gelehrt, wie viel wichtiger es ist, wenn ein Land aus seiner Abgeschlossenheit heraus tritt, als weitn es darin verharrt. Er wird daher schon aus eigenem Interesse in der Mandschurei und in Korea die Politik der offenen Tür für alle verfolgen und nicht etwa diese Staaten zu einem spezifisch japanischen Handelsdominiuni abschließen.