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Durchführung  der  anderen  Zwecke,  für  die  das  Institut  gegründet  wurde,
zum  Ausdruck  kommen.
„Ich  erwarte  gern  eine  Antwort  von  derfPräsidentschaft  auf  dies  mein
Rundschreiben.  P.  Baccelli."
Die  Ausdrücke  in  diesem  Rundschreiben  beweisen,  wie  sehr
das  Mißtrauen  und  die  Feindschaft  der  herrschenden  Klassen  oder
wenigstens  ihrer  Vertreter  bei  der  Regierung  gegen  die  Arbeitskammern ­
  geschwunden  ist,  eine  Feindschaft,  die,  wie  wir  im  ersten
Teil  dieser  Arbeit  ausführten,  unwillige  Äußerungen  bei  manchen
Konservativen,  die  sich  hartnäckig  gegen  die  Arbeitskammern
feindlich  verhielten,  hervorriefen,  während  andere  sich  wegen  der
Ergebnisse  der  Politik  der  Arbeitskammern  bekehrten.
Und  in  der  Tat:  Erst  vor  kurzem,  im  Januar  dieses  Jahres,
sprach  unter  allgemeinem  Beifall  der  Vertreter  der  jungen  Monarchisten ­
  auf  dem  Kongreß  konservativer  Abgeordneter  und  Senatoren ­
  in  Rom  die  Ansicht  aus,  daß  man  die  Arbeitskammern  nicht
bekämpfen  dürfe,  sondern  sie  sogar  begünstigen  und  ihnen  helfen
solle,  da  sie  sehr  gute  Werkzeuge  zur  friedlichen  Schlichtung  der
Konflikte  zwischen  Kapital  und  Arbeit  werden  könnten.
Um  diese  Sinnesänderung  der  herrschenden  Klassen  zu  verstehen, ­
  muß  man  wissen,  daß  eine  Krisis  die  sozialistische  Partei
durchzieht,  die  eine  Trennung  reifen  läßt  und  die  auf  die  wirtschaftliche ­
  Arbeiterbewegung  zurückwirkt.
Nach  dem  Streik  von  Genua  war  die  Koalitionsfreiheit
konsolidiert.  Es  fiel  das  Ministerium  Saracco,  ihm  folgte  das
Kabinett  Zanardelli  und  später  Giolitti,  das  Organisationsrecht
wurde  auch  den  Elementar-  und  höheren  Lehrern  zugesprochen,
sowie  den  übrigen  Staatsbeamten  nach  Erklärungen,  die  der
Unterrichtsminister  Orlando  und  der  Postminister  Stelluti-Scala
im  Jahre  1904  in  der  Kammer  abgaben.  Da  hielt  es  ein  Teil
der  Sozialisten  für  seine  Aufgabe,  sich  nicht  auf  die  reine  Propaganda ­
  zur  Proselytenmacherei  unter  den  Unwissenden  und  Einfältigen ­
  zu  beschränken,  sondern  die  Ausarbeitung  praktischer
Reformen  von  greifbarer  und  baldiger  Wirkung  auf  dem  Gebiet
des  Arbeiterschutzes,  der  Steuern,  der  Gemeindegesetzgebung  usw.
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