23 Landwirte entstanden oder doch später in den Besitz von Genossen schaften übergegangen (z. B. Watenbüttel, Wendeburg, Neubrück, Giersse). Eine einzelne Firma ist mit der besonderen Absicht ge gründet worden, um die Einführung der bislang in England fabri zierten Mixed-Pickles und Saucen zu versuchen, eine andere, um den eigenen großen Bedarf an Konserven in einem Delikatessengeschäft zu decken und die Konkurrenz der Konservenfabriken bei der Kund schaft der Hoteliers und Restaurateure zu überwinden. Wenn trotz dieser zahlreichen und bedeutenden Neugründungen und ihrer er heblichen gegenseitigen Konkurrenz, die, wie die nachfolgende Tabelle zeigt, zum Teil ein fortgesetztes Fallen der Preise zur Folge hatte, die Industrie im ganzen mehr und mehr emporblühte und die Ent wicklung bis heute als eine günstige bezeichnet werden kann, so ist das ein Beweis für die große Lebensfähigkeit des Industriezweiges. (S. Tabelle S. 24.) Bezüglich der Sortierung der Rohware ist für die drei Haupt gemüsearten eine fortgesetzte Differenzierung festzustellen. Anfäng lich gab es nur je eine Sorte Spargel, Erbsen und Bohnen. Vom Spargelertrag wurde nur der feinste Stangenspargel, etwa 5o°/ 0 des Spargelertrages zur Fabrikation verwendet. Heute sortiert der Rohproduzent den Spargel bereits nach drei Qualitäten (Prima-, Sekunda- und Tertiaspargel). Die Konservenfabriken unterscheiden beim Büchsenspargel zwischen Stangenspargel und Schnittspargel; von ersterem gibt es etwa io Sorten, von letzterem acht. Außerdem wird dünner Schnittspargel als Suppenspargel konserviert; grüne Spargelköpfe, Unterenden und Spargelspitzen (Abschnitte) sind gleich falls Versandartikel geworden. Bei den Erbsen erhielt man die verschiedenen Qualitäten, indem man dieselben durchsiebte. Die Fabrikanten unterscheiden bei ihnen heute etwa fünf Sorten, bei Stangenbohnen zwei Sorten Schnittbohnen und fünf Sorten Brechbohnen. Außer den Stangenbohnen werden seit etwa 12 Jahren auch Krupp- oder Buschbohnen konserviert. Viele Konservenfabriken in Braunschweig beschränken sich auf hie Konservierung dieser drei genannten Gemüsearten: Spargel, Erbsen und Bohnen. In anderen Braunschweiger Betrieben ist man jedoch dazu übergegangen, auch andere Arten von Gemüsen, allerdings meist in geringeren Mengen einzumachen, z. B. Karotten, Kohlrabi, Sellerie, Rüben, Spinat, Blumenkohl, Grünkohl, Rosenkohl, Wirsing, Allerlei, Tomaten usw. Ferner werden von einzelnen Fabriken Pilze (Champignons, Steinpilze, Pfifferlinge, Morcheln), Trüffeln und Soja, in Butter zubereitete Gemüse, sämtliche Kompottfrüchte, Frucht-