6o 3. Die Förderung des Exports. Eine bedeutende Erweiterung des Exports ist aber unmöglich, solange die meisten Länder durch hohe Einfuhrzölle den Import unserer billigen Konserven ausschließen. Es muß dahin gewirkt werden, daß Konserven bei neuen Verträgen als „Konsumartikel“ aufgefaßt werden, während man sie jetzt als Luxusartikel ansieht. Solange dies nicht geschieht, wird im Auslande kein nennenswerter Absatz für Konserven zu finden sein. 4. Gemeinsame Verkaufsbedingungen. Die Festsetzung eines einheitlichen Textes für die Verkaufs bedingungen der Konservenbranche würde bei der heutigen Ver schiedenheit sehr wünschenswert sein. Andere Branchen haben solche Bestimmungen, die Mißverständnisse und Prozesse vermeiden, schon lange Zeit. 5. An bringen des Namens des Fabrikanten an jeder Dose. In keinem Lande außer in Deutschland, kennt man in so aus gedehntem Maße die Sitte, Konserven ohne Angabe der Firma des Fabrikanten in den Handel zu bringen. Allerdings haben vornehm lich die Grossisten das an und für sich wohl berechtigte, resp. ver ständliche Bestreben, ihren Abnehmern, den kleinen Verkäufern, ihre Bezugsquellen nicht bekannt zu geben. Sie verlangen daher seit Jahren von den Fabrikanten, daß dieselben entweder Etiketten ohne jeden Firmenzusatz, oder was jetzt meist der Fall ist, Etiketten mit der Firma des Grossisten verwenden. Solange das Geschäft in solchen Nahrungsmitteln, speziell in der Konservenbranche, sich in normalen Bahnen bewegte, konnte von keiner Seite gegen diese Be strebungen Bedenken erhoben werden. Nachdem aber eine Über produktion eingetreten ist, die eine verschärfte Konkurrenz hervor gerufen hat, suchen kapitalschwächere Fabrikanten, sowie Neulinge in der Branche, durch die Stellung möglichst niedriger Verkaufspreise ihre Ware abzusetzen. Es entstanden Fabrikate, die sowohl hinsicht lich des Reingewichts an Nahrungsmitteln, als auch in Hinblick auf die Qualität gerechten Ansprüchen nicht genügen. Der Klein verkäufer aber, wie auch der Konsument, ist aus den oben angeführten Gründen nicht in der Lage, derartige Fabrikate äußerlich zu erkennen und zurückzu weisen, wodurch allmählich normale Verhältnisse herbei geführt werden könnten. Ihre fortgesetzte Täuschung ist um so leichter, als durch die Verwendung der verschiedenartig gestalteten Etiketten ihnen auch die Möglichkeit genommen wird, das einmal schon als minderwertig erkannte Fabrikat zurückzuweisen.