23 der Schweiz. Der Geistliche zeigte die Flucht an, als er Cuny in Sicherheit wußte. Die Behörde begab sich ins Laus, versiegelte und beschlagnahmte es, wie auch einen Meierhof bei Bar le Duc für den König. Daniel Cuny lebte nun 2 Jahre in der Schweiz, dann zog er nach Berlin. Nachdem er mehrere Jahre von seinem Vermögen gezehrt hatte, übernahm er ein Amtsgut „Wildenbruch" vom Markgrafen von Schwedt. Er verlebte dort 6 bis 8 Jahre und hatte das Gliick, sein Vermögen auf 10000 Rtl. zu vermehren, so daß er in Berlin von den Zinsen (zu 6 °/o gerechnet) anständig auskommen konnte. Dort starb Daniel Cuny im Jahre 1713. Jacques Cuny, der Sohn Daniels, war bei des Vaters Tode erst 14 Jahre alt. Er kam sofort in die Lehre zu Labes & Demissy in Berlin. Bald nachdem er Gehilfe geworden, folgte er einem Onkel mütterlicherseits, der in Magde burg ansässig war und ihn in der Seiden-- und Wollenstosf-Landlung der Witwe von Jean Girost unterbrachte. Lier bot man Jacques Cuny, der jetzt 22 Jahre alt war, zugleich mit der Land der 18jährigen (ältesten) Tochter das Geschäft an, ein Amstand, der ihm schließlich, weil es um die Firma sehr schlecht stand, sein ganzes Vermögen kostete. Aus dieser Ehe, die jedoch von dem geschäftlichen Mißgeschicke nicht getriibt wurde, stammen vier Söhne und eine Tochter (Jacques, Daniel, David, Pierre und Jeanette). Nach demTodeseinererstenFrauvermählte sich Jacques Cuny mit Marie, Witwe vonLlbrahamBonte, geb.Sechehaye. Voll ihr stammt sein Sohil Jeail Jacques, der sich in Magdeburg eine hochgeachtete Stellung in der Kauf mannschaft zu erringen gewußt hat. Jean Jacques Cuny wurde geboren au: 8. August 1736. Er haildelte mit „russischen Produkten", betrieb aber nebenher unter der Fa. ClUly A Boute eille beträchtliche Grüneseifen-Fabrik. Beide Geschäftszweige waren in dem Lause Alter Markt 19, das schon danlals (hellte Schwenckert) bis zum Katzen sprung durchging, vereinigt. Nachdem Jeail Jacqlles Cuny seinen Sohn David Jean Jacques Cuiiu I.