29 Dies verließ er. noch nicht konfirmiert, erst 13 3 M Jahre alt. um tags darauf, am 5. November 1816. bei Schütze & Co. in die Lehre zu treten. Zu Ostern des Jahres 1817 wurde er in der St. Johanniskirche eingesegnet. Bis zum Jahre 1820 hatte Carl Deneke das Glück, beide Eltern zu besitzen. Der Vater war um die Jahrhundertswende aus dem Braunschweigischen nach Magdeburg gezogen. Ein noch heute erhaltener Zettel seiner Land kündet über den Umzug und die Begründung des Geschäftes: „Den 15Lü November 1800 Sonnabends morgens verließen wir Braunschweig und zogen nach Magdeburg, woselbst ich eine Papier- und Kunst-Landlung etablierte, und öffnete den 1. Dezember meinen Laden im rechten Vertrauen auf Gottes Lülse und Beystand, und gewiß unter inbrünstigem Gebete zu seiner Vaterhuld uns seinen Segen zu verleihen! Tue denn dies, o Gott, und verlaß deine Kinder nicht, die so gerne Dir treu sein wollen bis in den Tod." Aber dieser Mann. Johann Friedrich Deneke. war nicht allein fromm und gottessiirchtig. wie es wohl bei einem Psarrerssohn nicht besonders wunder nimmt, er war auch ein Vater, der für der Kinder Freuden und für die Schön--heiten der Natur volles Verständnis besaß. Wie oft laffen uns wenige Zeilen in das Lerz eines Menschen blicken. So wollen wir denn, vorausgreisend. zur Charakteristik dieses Mannes noch die Worte hier einfügen, die er einem von seinem Sohn Wilhelm an seinen Sohn Carl nach Leipzig gesandten Briese, worin wir die Worte finden: „Ein Kerl wie Du in Leipzig mit 10 Rtl. in der Tasche iibersieht unser einen zehn Mal", unterm 29. April 1819 ansiigte. Mein guter Carl! Wir freuten uns herzlich, gestern Deinen Brief zu erhalten. Ein jugendliches ­ Äerz ist vorzüglich dazu gestimmt, etwas Neues und Interessantes zu sehen, und Du scheinst Sinn dafür zu haben. Mache Dir dorten so viel Vergnügen als die Sittlichkeit und der Geldbeutel erlaubt. Besuche auch das Rosental (worin die Nachtigallen so schön schlagen) und Gohlis; dann mußt Du aber um 3 Llhr des Morgens hinausgehen und trinkst in Gohlis Deinen Kaffee. Gegen Bühler sei nicht hart, denn mit dergleichen Menschen ist durch Güte mehr auszurichten. Dein treuer Vater I. F. Deneke. Am 4. Juli 1820 starb der Vater, und zu dem Schmerz über diesen Verlust gesellte sich für die Familie Deneke die Sorge um die Zukunft, da der Vater kein Vermögen hinterließ. Nur der ältere Bruder, Wilhelm, der kürzlich „Diener" (Landlungsgehilfe) geworden war, stand aus eigenen Füßen; Carls Lehrzeit war noch nicht beendigt, von den jüngeren Kindern zu schweigen. Das ivaren schwere Zeiten; aber die Mutter wagte es, mit pekuniärer Beihilfe ihrer eigenen Mutter das alte Geschäft fortzusetzen. Aus einem Briese Carl Denekes von: 14. Oktober 1827 an eine Tante, der von dem Tode dieser Großmutter berichtet, hören wir darüber, soweit das Geschäftliche davon berührt wird: „Von dem von der Verstorbenen hinterlassenen Kapital von 3000 Rt. L. d'or, welches in der Handlung meiner Mutter steht, kommen Dir 750 Rt. zu. Nach der Dir bekannten