78 summe von 5000Thalern aus! Llebrigens werdet Ihr Euch wohl nicht im Lichten stehen, wenn Ihr später mit dieser Offerte herausrückt; möglich daß Er Euch auch eine solche macht und dann handelt es sich in Eurem Interesse besser. Vielleicht werdet Ihr ihm später auch etwas lästig und dann möchte am leichtesten vortheilhast abzuschließen sein. Hier ist es Regel, daß alles dasjenige, wasNiet und Nagelfest ist, zum Hause gehört. Ich glaube nicht, daß diePreffe in diese Categorie gestellt werden kann, das Windeseil gewiß nicht, wenn es nicht bedingt wird. Die Legate, die Ihr zu zahlen habt, werden durchschnittlich gewiß durch den Gewinn in der Wandlung gedeckt werden, dem: 2000 Thaler reiner Gewinn jährlich wäre doch nur sehr mäßig. Conjunkturen können leicht 10000 Thaler abwerfen, denn ich habe erlebt, daß Hopfen in 8 Tagen von 20 auf 40 Thaler der Zentner stieg! Gewiß werdet Ihr noch manches zu thu« bekommen, bevor die ganze Sache geordnet ­ ist, allein es ist keine unangenehme und dies erleichtert die Mühen. Mit Abtragung meiner Forderung an Dich und Stutzer hat es gute Wege, sobald es Dir paßt zu zahlen, kannst Du es zu jeder Zeit an Dommerich dort thun. Für die Eisenbahn-Aktien wirst Du Ostern hoffentlich nicht weniger bekommen, als was Du jetzt dafür erhalten würdest, nämlich ca. 115Thaler für dasStück inet. des Dividendenscheines pro 1840, der 3 Thaler pro Aktie werth ist. Ich habe kein Recht an dem Gewinn dieser Dokumente und je mehr Du dafür bekömst, desto angenehmer ist es mir, es ist doch so ein angenehmes Taschengeld, weil es nichts kostet. Willst Du die Aktien verkaufen, so sende sie mir mit den Coupons ein, willst Du sie aber noch behalten, so sende mir nur den ersten Coupon von jeder Aktie, wofür wahrscheinlich am 1. März 3 Thaler pro Aktie bezahlt werden. Deine Berechnung über Diverse werde ich einstweilen buchen, indem ich von Georg und Carl die Zuschüsse einziehe. — Nun habe ich Dir noch den Punkt wegen Belegung der Capitalien zu beantworten lind ich thue es eben so offen, als es die Bruderpflicht erheischt und als die Wichtigkeit ­ der Sache es nothwendig fordert. Die Capitalien ganz sicher unterzubringen, ist allerdings DeinePflicht. Mancher wird sagen, es ist am besten, sie aufHypothek auszugeben, wozu ich auch rathen würde, wenn ich Dir nicht unbedingt ebenso gute oder bessere Sicherheit zusichern könnte. Hypotheken erster Classe sind die auf Ländereyen zu einem billigen Preis taxirt, diese, mit prompten ­ Zinszahlern verbunden, sind aber jetzt selten und geben dort nicht viel über 3 °/o Zinsen. Hypothek ­ auf Häuser rechnet man unter die zweite Classe, wofür 302 vielleicht 4°/o Zinsen zu bedingen sein dürfte, allein geräth man an solche Gläubiger, die am Ende die Zinsen nicht bezahlen können, so ist es eine verdrießliche Geschichte, wenn man Zinsen und Capital zurück haben will. Die bessere Sicherheit, die ich Dir nun bieten kann, ist die, welche Du Dir schon selbst in Deinem vorläufigen Eta gestellt hast, nämlich D.und wir Z. & B. Bon unserer Seite und von mir aus gesprochen, wirst Du das vielleicht egoistisch finden, allein hierbei muß ich das mal unberücksichtigt lassen, da die Wichtigkeit der Sache einen solchen Vorwurf in den Hintergrund schiebt. Du wirst nun aber ohne Zweifel von meiner Behauptung in Betreff der besseren Sicherheit eine Ueberzeugung haben wollen und ich halte es auch für meine Schuldigkeit, sie Dir zu geben, wobei ich aber natürlich voraussehen ­ muß, daß Du das, was ich Dir schreibe, auch so vollkommen glauben mußt, als wenn Du es aus eigener Wissenschaft sagtest. D. hat nämlich ein Vermögen von mindestens 180000 Thalern und sein Geschäft ist nicht so gefährlich, dabei ist er sehr vorsichtig, verbraucht zum Unterhalt ­ nicht seine Zinsen und kann niemals so große Summen verlieren, die seiner Solidität gefährlich ­ sein könnten. Auch kommen Frauengelder bei D. nicht in Betracht. Was nun Z. & C Q. anbelangt, so haben diese, ohne Frauenvermögen ein eigenes Vermögen von mehr als 300000 Thalern und ihr geschäftliches Wirken ist wenigstens keinen größeren