90 Aus der Reihe der zweiten und dritten Vorsteher. Anker den zweiten und dritten Vorstehern der Kaufmannschaft und Handelskammer, deren Namen und Amtsdauer wir schon angaben, sind mehrere zur zweiten oder zur ersten Vorsteher-Stelle ­ „aufgerückt". Bei den ersten Vorstehern zählten wir 7 Persönlichkeiten (in 8 Amtsperioden). Scheiden wir bei den zweiten Vorstehern diejenigen ans, die erste Vorsteher wurden, so bleiben von 11 Lerren 8, scheiden wir bei den dritten Vorstehern diejenigen aus, die zweite oder erste Vorsteher wurden, so bleiben von 15 Lerren 7, das sind zusammen 15 Lerren, über deren Persönlichkeit wir Nachrichten beizubringen hätten. Diese Zahl verringert ­ sich aber noch um 4, weil wir von Ludwig Zuckschwerdt (1836 dritter und 1837—1848 zweiter Vorsteher), von Lermann Zuckschwerdt (1871—1873 dritter Vorsteher) und von I. W. Beuche! (1848—1865 dritter Vorsteher) bereits in dem Abschnitte, der von Wilhelm Zuckschwerdt und seinen Vorfahren handelt, berichteten, endlich von Gustav Äubbe (1866—1871 dritter Vorsteher) in dem Abschnitte, der Otto Äitbbc und seinen Vorfahren gewidmet ist. Danach harren noch einer Würdigung ihrer Tätigkeit folgende 11 Lerren: von den zweiten Vorstehern?, nämlich: Walwer (1825—1835), Buhlers (1836), Dihm (1848—1865), Loltzapfel (1865-1866), Weichsel (1877-1887), Lauswaldt (1889-1898) und Arnold (seit 1905); und von den dritten Vorstehern 4, nämlich: Marter (1837—1843), Reichardt (1881), Pilet (1882—1900) und Morgenstern (seit 1902). — Leider war es uns unmöglich, in der uns zur Verfügung stehenden Zeit verwertbare Nachrichten über das Leben der Lerren Walwer, Buhlers, Dihm, Loltzapfel und Marter einzuziehen. Dein Bilde von J.G. Marter gesellten wir das von I. W. Beuchet. Beide sind einst, wie erwähnt, dritte Vorsteher gewesen. Neben W. Loltzapfel rückten wir, um Robert Weichsel, dem modernen Großkaufmann, seine Sonderstellung ­ zu lassen. Gottlieb Schütze, der zwar nicht selbst Vorsteher war,wohl aber als Lehrmeister Carl Denekes eine besondere Aufmerksamkeit verlangen kann. Vielleicht, daß aus dem Gruppenbilde ­ des Eisenbahn-Aussichtsrates, das wir auf Seite 18 nachbildeten, die Züge eines oder mehrerer der sonst noch hier genannten Lerren wiederzufinden sind. Noch leben Biirger genug in Magdeburg, deren Erinnerung soweit zurückreicht, daß sie Auskunft geben könnten, wenn auch unsere Nachforschungen fast vergeblich waren. Wir haben das Bild nicht nur einzelnen Lerren, die uns als besonders personenkundig geschildert worden waren, ins Laus getragen, wir haben es auch zur Loge „Ferdinand z. Gl." geschickt, wo, wie es heißt, alte Magdeburger Traditionen lind Familiengeschichten besonders sorgfältig von Generation zli Gelleration vererbt lverdeil. Ja, wir haben schließlich von der Eisenbahnverwaltung entsandte „alte Eisenbahner" gehört, aber viel wurde bislang nicht erreicht. Ideiltisiziert sind Lasselbach nild Defoy; vermutet werdeir noch in vier Gestalten: Deneke, Dihm, Wilhelm Schieß und Walwer. Der freundliche Leser möge nun unser Rätsel raten! — Sollte unsere Veröffentlichung dazu beitragen, daß alle aus dem Bilde, welches ilns die Eisenbahn-Verwaltung gütigst für unsere Zwecke überließ, dargestellten ­ Persollen rekognosziert würden, so wäre uils dies eine frelidige Genugtuung. — Es bleiben nach alledem von 15 Lerren nur 6, über deren Verdienste wir hier berichten, nämlich die Lerren R. Weichsel, W. Lauswaldt, L. Reichardt, O. Pilet, O. Arnold lind W. Morgenstern.