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        <title>Magdeburger Großkaufleute</title>
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(später  verheiratet  mit  einer  geb.  Baumann)  in  die  Firma  aufgenommen  hatte,
erhielt  sie  den  Namen  Cuny  Sohn  &amp;amp;  Co.  Der  Familie  Cuny  gehörte  ein  Landgut ­
  in  Rothensee,  wo  sie  sich  häufig  während  des  Sommers  aufhielt.  —  Wie
alls  Berghauers  bekanntem  Werk  über  Magdeburg  hervorgeht,  stand  Cuny  an
der  Spitze  des  Kuratoriums  der  ersten  nachweisbaren  deutschen  Handelsschule,
der  im  Fahre  1778  gegründeten  Kellerscheit  Handelsschule,  die  späterhin  deit
Namen  „Öffentliche  kaufmännische  Schul-  tlitd  Erziehungs-Anstalt"  trug,  bis
sie  eilt  Opfer  der  durch  die  Freiheitskriege  veranlaßten  Llnruhe  wurde.
Als  Jean  Jacques  Cuny  am  13.  Dezember  1811  mit  feiner  Ehefrau  geb.
Dousal  die  „goldeite  Hochzeit"  feierte,  war  das,  wie  es  scheint,  für  die  Anwohnerschaft ­
  des  Litten  Marktes  und  fast  für  die  ganze  Stadt  ein  großes  Fest.
Wir  entnehmen  der  „Magdeburgischen  Zeitung"  darüber  den  folgenden  Bericht:
„Am  13.  Dezember  feierte  eine  der  geehrtesten,  achtungswürdigsten  Familien  ein  seltenes
Fest.  Der  hiesige  Kaufmann,  Kerr  I.  I.  Cuny,  geb.  am  9.  August  1736,  und  Frau  M.  Cuny
geb.  Dousal,  geb.  am  12.  Januar  1746,  beide  verheiratet  am  13.  Dezember  1761,  feierten  das
goldene  Kochzeitsfest  ohne  öffentliches  Geräusch  und  nur  in  der  zahlreichen  Umgebung  derJhrigen.
Denn  von  17  Kindern  leben  noch  zwölfe,  und  von  diesen  haben  drey  Söhne  und  8  Töchter
das  schöne  Fest  mitgefeiert,  dem  von  Siebeil  lebendeil  Schwiegersöhnen  nur  dreye,  und  voll
24  lebeilden  Enkeln  nur  Vierzehn  beywohnen  konilteil...  Das  Fest  wurde  in  demselben  Kaufe
gefeiert,  in  den:  vor  50  Jahren  die  Ehe  vollzogeir  wurde...  Durch  die  Einsegnungsrede  des
Kerrn  Predigers  Desea  wurde  die  Versammlung  nnt  so  tiefer  gerührt,  als  die  gesamte  Bürgerschast
  den  heutigen  Tag  dadurch  auszeichnete,  daß  sie  zu  der  Zeit  der  Einsegnung  von:  Balkoir
der  Mairie  herab  mit  öffentlicher  Musik  eine»  höchst  passend  gewählten  Kirchengesang  ertönen
ließ,  in  welchen  das  uilter  den  Fenstern  des  Jubelpaares  zahlreich  versammelte  Publikum  mit
sichtbarer  Rührung  freudig  einstimmte,  uild  an  welchem  die  Armen  der  Stadt,  von:  Jubelpaar
beschenkt  uild  belvirtet,  besonderen  herzlichen  Anteil  nahmen.  Auch  durch  ehrenvolle  Deputationen ­
  von  verschiedenen  Corporationen  der  Bürgerschaft  ilnd  selbst  durch  feierlich  dargebrachte
Glückwünsche  von  fast  allen  höchsten  und  hohen  Behörden  Hierselbst  wurde  ein  so  seltenes  Familienfest ­
  als  ein  Freudentag  der  ganzeil  Stadt  anerkannt  und  der  so  schmeichelhafte  Beweis  voll  dieser
allgemeinen  und  so  seltenen  Anhänglichkeit  vieler  Tausende  an  ein  einzelnes  Kalls,  welches  in
stillem  Privatleben  durch  Glttesthun  uild  geräuschlose  Aufopferungen  mancherley  Art,  sowie
durch  die  glückliche  Ausbildung  einer  zahlreichen  Nachkommenschaft  zu  brauchbaren  Weltbürgern, ­
  sich  einer  so  hoheil  Liebe  lvert  machte,  konnte  allein  die  Freude,l  des  Festes  für  dieses
würdige  Paar  erhöhen...  Möge  ein  so  würdiges  llnd  durch  jugendlichen  Sinn  noch  eben  so
sehr  als  durch  völlig  ungeschwächte  Körper-  und  Geisteskraft  sich  auszeichnendes  Jubelpaar
noch  lange  eine  Zierde  dieser  Stadt  und  Gegenstand  der  allgemeinsten  Verehrung  sein."
Jean  Jacques  Cuny,  den  wir  Jean  Jacques  Cuny  I  nennen  wollen,  starb  im
Fahre  1817.  —  Schon  bei  seinen  Lebzeiten  war  ein  Sohn  seines  zweiten  nach
kurzer  Ehe  verstorbenen  Sohnes  Louis  (geb.  am  3.  September  1770,  verheiratet
mit  Jeanette  Wall  in  Altona)  in  das  Geschäft  eingetreten.  Dieser,  sein  Enkel,
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