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        <title>Magdeburger Großkaufleute</title>
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an  der  Spitze  der  Handelskammer  stehen,  so  dürfen  wir  doch  den  Inhalt  der
Llrkunde  wiedergeben,  die  Lerrn  Kommerzienrat  Wilhelm  Zuckschwerdt  von  der
Handelskammer  zu  seinem  25  jährigen  Jubiläum  als  selbständiger  Kaufmann
unterm  1.  Januar  1900  überreicht  wurde.  Das  Schreiben  lautet:
„Lochgeehrter  Lerr  Kommerzienrat,  liebwerter  Kollege!  Am  1.  Januar  1875  wurden  Sie,
der  älteste  Sohn  des  verstorbenen  Kaufmannes  und  zweiten  Vorstehers  des  früheren  Ältesten-Kollegiums,
  des  Lerrn  Lermann  Zuckschwerdt,  Teilhaber  der  Firma  Zuckschwerdt  &amp;amp;  Beuchel.
Sie  feiern  mithin  am  heutigen  Tage  das  Jubiläum  Ihrer  fiinfundzwanzigjährigen  Tätigkeit
als  selbständiger  Kaufmann.  Der  bedauerlich  frühe  Tod  Ihres  Vaters  hatte  zur  Folge,  daß
Sie  schon  in  jugendlichem  Alter  zu  der  verantwortungsreichen  Stellung  des  Leiters  eines  recht
bedeutenden  Geschäftes  berufen  wurden.  Durch  hingebungsvolle  Arbeit  fanden  Sie  sich  jedoch
in  kürzester  Frist  in  Ihre  schwierige  Aufgabe  hinein  und  bald  erwarben  Sie  sich  einen  scharfen
kaufmännischen  Blick,  der  sich  bei  Ihnen  mit  kühnem  Unternehmungsgeist  aufs  glücklichste  paart.
Besonders  aber  freut  es  uns,  Ihnen  am  heutigen  Tage  dasiir  Dank  sagen  zu  können,  daß  Sie
es  jederzeit  verstanden  haben,  in  ihrer  geschäftlichen  Tätigkeit  neben  dem  Interesse  Ihrer  Firma
das  Interesse  der  Kausmannstadt  Magdeburg  anderen  Plätzen  gegenüber  weitgehend  gu  berücksichtigen. ­
  Wenn  Sie  am  heutigen  Tage  auf  das  abgelaufene  Vierteljahrhundert  zurückblicken,
so  sind  der  Stolz  auf  das,  was  Sie  erstrebt  haben,  und  die  Freude  über  die  Erfolge,  die  Sie
erzielten,  durchaus  gerechtfertigt.  Wie  hoch  Ihre  kaufmännische  Tüchtigkeit  in  der  Magdeburger
Geschäftswelt  angeschlagen  wird,  dafür  spricht  der  Amstand,  daß  Sie  in  einer  großen  Anzahl
bedeutender  Erwerbsgesellschaften  die  Stellung  eines  Aussichtsratsmitgliedes  einnehmen;  das
bekundet  auch  Ihre  Ernennung  zum  Handelsrichter,  die  bereits  im  Jahre  1887  erfolgte,  das
beweist  endlich  vor  allem  Ihre  Stellung  in  der  Korporation  der  Kaufmannschaft  und  in  der
jetzigen  Handelskammer.  Nachdem  Sie  im  Jahre  1875  in  die  Korporation  der  Kaufmannschaft
ausgenommen  worden  waren,  wurden  Sie  im  Jahre  1884  in  das  Ältesten-Kollegium  berufen
und  von  der  Handelskammer  im  Januar  1899  —  sofort  bei  deren  Errichtung  —  zum  ersten
stellvertretenden  Vorsteher  gewählt.  Die  Handelskammer  gab  damit  nur  der  Wertschätzung  Ausdruck, ­
  der  sich  Ihre  reiche  Erfahrung,  Ihre  Sachkenntnis,  Ihre  bedeutende  Arbeitskraft  und  Ihre
im  Widerstreit  der  Interessen  stets  bewährte  uneigennützige  und  unbeugsame  Gesinnung  bei  allen
Mitgliedern  ohne  Ausnahme  erfreuten.  Wir  nehmen  gern  Veranlassung,  Ihnen,  hochverehrter
Herr  Kommerzienrat,  zu  Ihrem  heutigen  Festtage  unsere  herzlichsten  Glückwünsche  auszusprechen
und  der  Freude  darüber  Ausdruck  zu  geben,  daß  Ihr  in  Anbetracht  dieser  Jubelfeier  jugendliches ­
  Alter  uns  zu  der  Hoffnung  berechtigt,  daß  uns  Ihre  anregende  und  treue  Mitarbeit  noch
auf  viele  Jahrzehnte  mit  stets  wachsendem  Erfolge  erhalten  bleiben  wird."</div>
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