Untersuchung der Mineralböden. 27 heißem Wasser ausgewaschen, nach dem Verbrennen des Filters bis zum gleichbleibenden Gewicht des Rückstandes geglüht und dieser als Manganoxyduloxyd (Mn 3 04) in Rechnung gebracht. Bei Anwendung von kohlensaurem Natrium anstatt des kohlensauren Ammons muß man Filtrat und Waschflüssigkeit zur Trockne eindampfen, den Rückstand mit Wasser aufnehmen und die hierbei ungelöst bleibenden Flocken von Manganoxyd auf einem be sonderen Filter sammeln, auswasohen und mit dem Hauptniederschlag glühen; die geglühte Masse ist dann noch mit siedendem Wasser wiederholt auszuziehen, auf einem kleinen Filter auszuwaschen und wiederum zu glühen, bis das Gewicht unveränderlich hleibh Am bequemsten fällt man das Mangan mit Br omluft. 1 ) Ein durch ein Wasser trommelgehläse erzeugter Luftstrom geht durch eine Bromwasser enthaltende Wasch flasche, auf deren Boden sich Brom befindet, tritt dann mit Bromdampf geschwängert durch eine möglichst kurze Gummisohlauchverbindung und durch eine in doppelt durchbohrtem Kautschukstöpsel steckende Glasröhre in die sehr stark ammo- niakalisch 2 ) gemachte, nicht eingedampfte Manganlösung, die sich in einem großen Erlenmeyer-Kolben befindet. Die abgehenden Dämpfe gelangen mittels einer Rohrleitung ins Freie. Wenn die sohwarzbraunen Flocken des Mangannieder- schlages sich scharf abgeschieden in der Flüssigkeit zeigen und letztere bei durch fallendem Lichte nur noch bräunlich bis gelblich von sehr fein verteiltem Nieder schlage erscheint, so ist die Fällung beendet. Die Flüssigkeit muß nach der Fällung noch ammoniakalisch sein; man setze deshalb vor derselben einen ziemlichen Uberschuß von Ammoniak hinzu; dann hat man weder die Bildung von Bromstick stoff noch eine unvollständige Fällung zu befürchten. In der Regel genügt zur Fällung von schon ziemlich bedeutenden Mengen Mangan ein etwa 15—20 Minuten langes Durchleiten. Nach beendeter Fällung vertauscht man die Bromflasche mit einer solchen, die ammoniakalisches Wasser enthält, und läßt etwa 15 Minuten lang einen lebhaften Luftstrom durch die Flüssigkeit streichen, welcher zurückgehaltenes Brom austreibt; auch wird hierdurch der Niederschlag sehr feinflockig und setzt sich gut ab. Man filtriert dann, wäscht mit kaltem Wasser aus und verfährt mit dem Mangansuperoxyd weiter, wie oben angegeben ist. Auch kann man das Mangan in ammoniakalischer Lösung durch Wasser stoffsuperoxyd fällen. ä) Bestimmung des Kalkes. Die von dem Mangansuperoxyd ahfiltrierte Flüssigkeit erhitzt man bis zum Sieden, neutralisiert (wenn das Mangan aus sauerer Lösung gefällt worden ist) mit Ammoniak und fällt den Kalk mit oxalsaurem Ammon in der Siedehitze, läßt 12 Stunden stehen, filtriert, wäscht mit heißem Wasser aus und wägt denselben entweder: 1. als kohlensaures Calcium (CaC0 3 ), indem man das oxalsaure Calcium Uber einem gewöhnlichen Bunsensehen Brenner verbrennt. Das so gebildete kohlen saure Calcium verliert beim schwachen Glühen keine Kohlensäure. Zur Sicherheit wird dasselbe jedoch mit kohlensaurem Ammon behandelt, indem man kleine Stückchen davon in den Tiegel wirft und bei aufgelegtem Deckel erhitzt, bis das Gewicht des kohlensauren Calciums nach wiederholter Behandlung unverändert bleibt; oder 2. als schwefelsaures Calcium (CaS0 4 ). Man setzt zweckmäßig schon zu dem oxalsauren Calcium die Schwefelsäure zu und glüht dann nach dem Verbrennen des Filters den Rückstand, setzt nochmals etwas Schwefelsäure zu und glüht aber- ] ) Zeitschr. f. anal. Chemie 1883, 22, B20. 2 ) Das hierzu verwendete Ammon muß vollständig kohlensäurefrei sein.