48 Untersuchung von Boden. papiers verdeckt. Der untere Teil des Röhrchens d ist mittels eines Kautschukschlauches, welcher einen Quetschhahn C trägt, mit einem anderen Röhrchen e verbunden, welches durch den Pfropfen f geht — statt dessen kann man sich auch eines einzigen, mit Glas hahn versehenen Glasrohres bedienen. Bei der Ausführung der Versuche wird in den oberen Zylinder die abgewogene Menge des zu untersuchenden und wie oben vorbereiteten Bodens geschüttet, darauf die abgemessene Menge der auzuwendenden Salzlösung hinzu gegeben und der Zylinder geschlossen. Man öffnet den Hahn C, läßt ein bestimmtes Volumen Lösung — aber nicht alles — tropfenweise durch den Boden filtrieren und schließt darauf den Hahn. Man rührt die durchfiltrierte, im unteren Zylinder und auch die im oberen Zylinder übriggebliebene Flüssigkeit um, bestimmt in beiden Flüssigkeiten die Menge vorhandener Bestandteile und erhält aus der Differenz die absorbierte Menge, M. F e s c a glaubt jedoch (1. c.) diesem Verfahren der Bestimmung der Absorptionsgröße keine be sonderen Vorzüge vor dem alten Verfahren, dem Schütteln in einem Kolben, zuschreiben zu können. Hiesige Versuche haben annähernd über einstimmende Ergebnisse nach diesem und dem älteren Verfahren des Schütteins geliefert. M. Müller 1 ) empfiehlt, besonders für Vorlesungen, um die Absorptionsfähigkeit des Bodens zu zeigen, die Lösungen der Salze von unten nach oben durch den Boden steigen zu lassen. Ein ungefähr 0,75 in langes und 4—5 cm weites, starkwandiges Glasrohr A ist oben und unten durch Gummikorke mit einfacher Durchbohrung, in welche rechtwinklig gebogene Glasröhren eingeführt werden, verschlossen. Das Rohr A ist zur Aufnahme des für den Versuch geeigneten Bodens bestimmt. Ehe der selbe eingefüllt wird, gibt man erst unten eine Lage Glasscherben, Glasperlen oder kleiner Glaskugeln und darüber eine etwa 1 cm hohe Schicht grober Glaswolle, um zu verhüten, daß das untere rechtwinklig gebogene Glasröhrohen verstopft wird. Sodann wird die Erde einge- sohüttet und zweckmässig oben ebenfalls mit Glaswolle bedeckt. Rohr A steht durch einen Gummischlauch mit der entsprechend höher stehenden Druckflasche B von 2 1 Inhalt in Ver bindung. Dieselbe wird mit einer dünnen Lösung desjenigen Stoffes gefüllt, dessen Absorption durch die Erde man zeigen will. In. den Gummischlauoh ist kurz vor dem unteren rechtwinklig gebogenen Röhrchen, bei c, ein gläsernes T-Stück eingeschaltet, dessen einer Schenkel mit einem kurzen Ende Gummi schlauch, welcher durch einen Quetschhahn verschlossen werden kann, versehen ist. Bei c ist ein Schraubenquetschhahn angebracht, der den Zufluß der Lösung von B nach A regelt bezw. ganz absohließt. Öffnet man den Schraubenquetschhahn, nachdem die Kg 9. Absorptionsapparat von M. Müller. *) Zeitschr. f. angew. Chemie 1889. 501.