Darstellung der Lösungen der Reagenzien. 963 Enthält letztere in 50 ccm nicht genau 0,1 g, sondern nur 0,0975 g P 2 0 5 , so müßte man zu 60 ccm derselben nicht 20 ccm, sondern 19,5 ccm Uranlösung gebrauchen, damit 1 ccm der letzteren genau 0,005 g P 2 0 6 anzeigt. Dementsprechend ist dann die Berechnung zur Verdünnung auszuführen; gebraucht man z. B. zu 60 ccm dieser Phosphorsäurelösung 18,4 ccm der ursprünglichen Uranlösung, so ist dieselbe nach der Gleichung x : 1000 = 19,5 :18,4 zu verdünnen usw. Da sich Ammoniaksuperphosphate gegen die Uranlösung anders verhalten als reine Superphosphate, so empfiehlt es sich, die Uranlösung auch gegen Phos phorsäurelösungen mit etwa 5°/ 0 Stickstoff auf 10 °/ 0 lösl. Phosphorsäure in Form von Ammoniumsulfat zu prüfen und darnach den Titer für diese Art Superphosphate festzustellen. 8. Lösung von essigsaurem Ammon (oder essigsaurem Natrium) nud Ferro- zyankalinm. 100 g chemisch reines essigsaures Ammon und 100 ccm konzen trierte Essigsäure werden mit Wasser auf 11 gebracht; statt des essigsauren Ammons kann auch essigsaures Natrium in derselben Weise angewendet werden. Vom Ferro- cyankalium (chemisch reinem und zerriebenem) löst man 0,5 g in 40 ccm Wasser und stellt die Lösung vor jedem Gebrauch frisch her. 9. Molybdänlösung. 150 g molyhdänsaures Ammon werden mit Wasser zu 1 1 Flüssigkeit gelöst und in 1 1 Salpetersäure von 1,2 spezifischem Gewicht ge gossen, oder es werden nach Wagner-Stutzer 150 g molyhdänsaures Ammon in möglichst wenig Wasser gelöst, 400 g Ammonnitrat zugefügt, die Flüssigkeit mit Wasser zu 1 1 verdünnt und diese Lösung in 1 1 Salpetersäure von 1,19 (bezw. 1,20) spezifischem Gewicht eingegossen. Statt des molyhdänsauren Ammons können auch 125 g Molyhdänsäure in einem Literkolben in 100 ccm Wasser aufgeschlämmt und unter Zufügen von etwa 300 ccm 8 °/ 0 -igem Ammoniak (unter Vermeidung eines größeren Überschusses dieses Lösungsmittels) gelöst werden. Sodann werden 400 g Ammonnitrat hinzugefügt, mit Wasser zu 1 1 verdünnt und diese Flüssigkeit in 1 1 Salpetersäure von 1,19 (bezw. 1,20) spezifischem Gewicht eingegossen. Auch hiervon bereitet man zweck mäßig gleich einen größeren Vorrat. Die so bereitete Molybdänlösung bleibt in beiden Fällen 24 Stunden an einem warmen Ort (bei etwa 35°) stehen und wird, falls, wie häufig, ein gelber Niederschlag von phosphormolybdänsaurem Ammon entstanden ist, filtriert. Die Molybdänlösung ist vor ihrer Verwendung nötigenfalls durch Dinatriumphosphatlösung von bekanntem Gehalt auf Reinheit zu prüfen. Der bei woohenlangem Aufbewahren der Molybdänlösung entstehende gelbe Bodensatz besteht aus einer gelben Modifikation der Molybdänsäure. 10. Verdünnte Molybdänlösung zum Auswaschen. Falls solche zum Aus waschen statt der Ammoniumnitratlösung verwendet wird, verdünnt man die vor stehende Molybdänlösung im Verhältnis von 1 : 3 mit Wasser. 11. Amnionnitratlösnng zum Auswaschen. 160 g Ammonnitrat werden mit 10 ccm Salpetersäure und Wasser zu 1 1 Flüssigkeit gelöst. 12. Zitronensäure- und Aminoniumzitratlösung zum Fällen der l’hosphorsäure. a) Zitronensäurelösung. 500 g Zitronensäure werden in 1 1 Wasser gelöst und hiervon 20 ccm = 10 g verwendet, indem letztere vor dem Zusatz von Magnesia mixtur mit Ammoniak neutralisiert werden. b) Ammoniumzitratlösung. Zum Fällen der Phosphorsäure nach dem Zitratverfahren (vergl. S. 152) werden 1100 g reine Zitronensäure in 4000 g 24°/ 0 -igem Ammoniak von 0,91 spezifischem Gewicht gelöst, mit Wasser auf 101 61*