Darstellung der Lösungen der Reagenzien. 965 8 % NH 3 -Gehalt auf 10 1 aufgefüllt und die Lösung nach mehrtägigem Stehen filtriert. Der Verein Deutscher Düngerfabrikanten hat folgende Darstellung vereinbart: 550 g Chlormagnesium und 1060 g Chlorammonium werden in Wasser gelöst, mit 3,5 1 konzentriertem Ammoniak von 0,91 spezifischem Gewicht versetzt und mit Wasser auf 10 1 aufgefüllt. 15. Ammouiakflüssigkeit (zum Auswaschen). 2 1 / 2 °/ 0 -ige Ammoniakflüssigkeit (oder 1 Teil käufliches 10°/ o -iges Ammoniak + 3 Teile Wasser). 16. Bereitung von haltbarem Kupferoxydhydrat nach Stutzer. 100 g Kupfer sulfat werden in 5 1 Wasser gelöst und mit 2,6 g Glyzerin versetzt. Aus dieser Lösung wird durch Zusatz von verdünnter Natronlauge, bis die Flüssigkeit alkalisch reagiert, das Kupfer als Oxydhydrat ausgefällt. Letzteres wird abfiltriert, alsdann durch Anreiben mit Wasser, welches im Liter 5 g Glyzerin enthält, aufgeschlammt. Durch wiederholtes Dekantieren und Filtrieren entfernt man die letzten Spuren von Alkali. Der Filterrückstand wird mit Wasser, dem man 10 °/ 0 Glyzerin zugesetzt hat, verrieben und bis zu einer Verdünnung gebracht, daß derselbe eine gleich mäßige, mit einer Pipette aufsaugbare Masse bildet. Dieselbe wird in gut ver schlossenen Flaschen und im Dunkeln aufbewahrt. Den Gehalt der breiigen Masse an Kupferoxydhydrat bestimmt man durch Eindunsten eines abgemessenen Volumens und Glühen des Rückstandes. Statt dieses Verfahrens bedient man sich zurzeit ein facher des Verfahrens von F. Barnstein, S. 210. 17. Bereitung der Verdauungsflüssigkeit nach Stutzer, a) Herstellung des Magensaftes. Die innere abgelöste Schleimhaut frischer, mit kaltem Wasser abgewaschener Schweinemägen wird mit einer Schere in kleine Stücke zerschnitten und für jeden Schweinemagen mit 5 1 Wasser und 100 ccm einer Salzsäure über gossen, welche in 100 ccm 10 g HCl enthält. Zur Frischhaltung setzt man 2 bis 3 g Salizylsäure hinzu, läßt unter bisweiligem Umschütteln 1—2 Tage lang stehen und filtriert alsdann die Flüssigkeit zuerst durch ein Flanellsäckchen, alsdann durch Filtrierpapier. In gut verschlossenen Flaschen hält sich die Flüssigkeit monatelang wirksam. Es empfiehlt sich, die Schleimhaut mehrerer Mägen (etwa von 6) gleich zeitig auszuziehen, da es Vorkommen kann, daß bei der Verarbeitung eines einzelnen Magens mit zufällig wenig Pepsin eine mangelhaft wirkende Verdauungsflüssigkeit erhalten wird. An Stelle dieses Magensaftes kann man auch nach B. Sjollema ein facher das in den Apotheken käufliche Pepsin verwenden (vergl. S. 219 und 220). b) Herstellung der Pankreaslösung. Vom Fett möglichst befreites Eindspankreas wird in einer Fleischhackmaschine zerkleinert, mit Sand verrieben und 24—36 Stunden an der Luft liegen gelassen. Sodann vermischt man in einer Eeibschale je 1000 g zerriebene Masse mit 3 1 Kalkwasser und 1 1 Glyzerin von 1,23 spezifischem Gewicht, läßt die Mischung unter bisweiligem Umrühren 4 bis 6 Tage stehen, preßt das Un^sliche ab, filtriert die Flüssigkeit zunächst durch ein lockeres Filter, erwärmt dieselbe 2 Stunden lang auf 37—40° und filtriert darauf in gut verschließbare Flaschen. Um die Haltbarkeit zu erhöhen, versetzt man nach dem Filtrieren mit so viel Chloroform, daß in der umgeschüttelten Flüssigkeit einige Tropfen des Chloro forms ungelöst am Boden des Gefäßes liegen bleiben. Zur Herstellung eines alkalischen Pankreasauszuges für den eigentlichen Verdauungsversuch werden 250 ccm der vorstehenden Lösung mit 750 ccm einer Sodalösung zusammengemisoht, welche in den 750 ccm 5,0 g wasserfreies Natrium karbonat gelöst enthält. Man läßt diese Mischung im Wasserbade bei 37—40°