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        <title>Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe</title>
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            <forname>Joseph</forname>
            <surname>König</surname>
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            <idno>883823179</idno>
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      <div>Bestimmung  der  Zuckerarten,

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15*

Unter  Umständen  erhält  man  eine  bessere  flockige  Ahscheidung  der  Dextrine,
wenn  man  erst  1 / 5 — 1 / 4  des  nötigen  Äthylalkohols  an  Methylalkohol  zusetzt,  z.  B.
die  Zucker-Dextrinlösung  (20  ccm)  erst  mit  40  ccm  Methylalkohol  und  darauf  mit
150—160  ccm  Äthylalkohol  vermischt.
Die  alkoholischen  Filtrate,  welche  die  Zuckerarten  enthalten,  werden  zur
Trockne  verdampft,  mit  Wasser  aufgenommen  und  behufs  Bestimmung  und  Trennung
der  Zucker  auf  ein  bestimmtes  Volumen  gebracht.  Der  Rückstand  der  Alkohol-Fällung
  auf  dem  Filter  und  in  den  Schalen  enthält  die  Dextrine.  Man  löst  ihn
in  heißem  Wasser  und  bestimmt  die  Dextrine,  wie  weiter  unten  angegeben  ist.
Zu  diesem  Trennungs-Verfahren  muß  ausdrücklich  bemerkt  werden,  daß  es  als
ein  genaues  nicht  angesehen  werden  kann;  denn  einerseits  wird  durch  den  Alkohol  stets
etwas  Zucker  mitgefällt,  andererseits  etwas  Dextrin  in  Lösung  gehalten.  Wenn  aber
stets  in  derselben  Weise  gearbeitet  wird,  so  fallen  die  Ergebnisse  gleichmäßig  aus
ünd  sind  wenigstens  miteinander  vergleichbar.
b)  Bestimmung  der  einzelnen  Zuckerarten.  Ein  Teil  der  unter  No.  1  erhaltenen ­
  alkoholischen  Lösung  dient  nach  Verjagung  des  Alkohols,  oder  wenn
keine  Dextrine  vorhanden  waren,  die  wässerige  Lösung  direkt  zur  Bestimmung  der
Zuckerarten:

a)  auf  chemischem  Wege,  wobei  zu  beachten  ist,  daß  die  wässerige
Lösung  der  Zuckerarten  zur  Bestimmung  mittels  Fehlingscher  Lösung  wenn
m öglich  nicht  weniger  als  0,6  °/ 0 ,  keinenfalls  aber  mehr  als  1  °/ 0  Zucker  enthalten ­
  darf.

Zuck
Best:

1-  Bestimmung  der  Fehlingsche  Lösung  direkt  reduzierenden
erarten  (Glukose,  Fruktose,  Invertzucker,  Maltose,  Laktose  usw.).  Diese
immung  kann  auf  maß-  und  gewiehtsanalytischem  Wege  geschehen,
a)  Maßanalytisches  Verfahren  nach  Fr.  Soxhlet. 1 )  Man  bringt  25  ccm
^upferlösung  und  25  ccm  der  alkalischen  Seignettesalzlösung  (vergl.  Lösungen
°-  18  am  Schluß)  in  einer  tiefen  Porzellanschale  zum  Kochen  und  setzt  dann
011  ^ er  betreffenden  Zuckerlösung  so  lange  zu,  bis  nach  einer  der  Zuckerart  entfiif
 0  , n&amp;lt; * en  Lochdauer  die  Lösung  nicht  mehr  blau  ist.  Die  Kochdauer  beträgt
j  r .  Llnkose,  Invertzucker  und  Fruktose  2  Minuten,  für  Maltose  4  und  für
ccm  ° Se  ^  Minuten.  Auf  diese  Weise  wird  vorläufig  ungefähr  festgestellt,  wieviel
P 1  ,^ er  Zuckerlösung  50  ccm  der  Fehlingschen  Lösung  entsprechen,  bezw.
0^*1  Prozent  ungefähr  die  betreffende  Zuckerlösung  enthält.  Durch  Verdünnen
Ist Cr  Eindampfen  muß  darauf  die  Lösung  ungefähr  1-prozentig  gemacht  werden.
j£ 0  &amp;lt;les  geschehen,  so  erhitzt  man  wieder  50  ccm  Fehlingsche  Lösung  zum
der C  Vf 1  Un ^  gibt  nun  von  der  auf  etwa  1  °/o  gestellten  Zuckerlösung  so  viel  zu,  als
st : i  i-  Bnge  ents P ri cht,  welche  beim  Vorversuch  die  Fehlingsche  Lösung  voll-Zvicko^
  ret * uz * ert  hatte.  Es  wird  dann  so  lange  gekocht,  als  für  die  betreffende
d ic ht era *  erforderlich  ist,  worauf  man  die  ganze  Flüssigkeit  auf  ein  großes,  aber
daß  68  T*  a i ten Blter  gibt.  Es  muß  beim  Filtrieren  vor  allem  darauf  geachtet  werden.
besten 0 “  6twa  ^P uren  c i es  feinkörnigen  Kupferoxyduls  durch  das  Filter  gehen;  am
und  'i  ^erzeugt  man  sich  davon,  indem  man  das  Filtrat  einige  Zeit  stehen  läßt
sich  j ums °h'wenkt,  durch  welche  Behandlung  der  Kupferoxydul-Niederschlag
n  er  Mitte  sammelt.  Ist  das  Filtrat  noch  blau  oder  grünlich,  so  ist  selbstberiohtii/^
  ^^analytische  Verfahren  ist  von  Fehling  eingeführt,  von  Fr.  Soxhlet
bi-  F.  21  ^geändert  worden.  Vergl.  Fr.  Soxhlet,  Journ.  f.  prakt.  Chemie  1880,</div>
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