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        <title>Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe</title>
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            <surname>König</surname>
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Rohstoffe und Erzeugnisse der Spiritusfahrikation. 
karhonatlösung mit gelbroter Farbe löslich und wird daraus durch verdünnte Säuren 
als blaßgelber Niederschlag gefällt. Das Gummiguttiharz ist ferner in kalter, kon 
zentrierter Schwefelsäure mit roter Farbe löslich und wird aus dieser Lösung durch 
Wasser unverändert wieder ausgeschieden (dieses Verhalten ist einigermaßen 
kennzeichnend). 
Nach Dragendorff kann man die verschiedenen Bitterstoffe auch dadurch 
trennen, daß man die Lösungen entweder mit basischem oder neutralem Bleiacetat 
fällt und die Fällungen entweder im angesäuerten oder ammoniakalischen Zustande 
mit Petroleumäther ausschüttelt. So werden die Bitterstoffe der Aloe und Gentiana 
teilweise durch basisches Bleiacetat gefällt, nicht aber durch neutrales Bleiacetat usw. 
Bezüglich weiterer Trennungsverfahren sei auf G. Dragendorff: Die quali 
tative und quantitative Analyse von Pflanzen und Pflanzenteilen bezw. Ermittelung 
von Giften verwiesen. 
17. Nachweis von Metallen. Bei der Destillation des Alkohols kann der 
Weingeist bezw. Branntwein aus den Kühlschlangen leicht Kupfer aufnehmen; diese 
Menge wird umso größer sein, je mehr Säure ein Gärungserzeugnis enthält; J. Neßler 
und M. Barth (vergl. S. 689) fanden z. B.' in 41 Sorten Kirschwasser zwischen 
0—9 mg (in einem Falle sogar 18 rag) Kupfer für 1 1. Die Naohweisung und Be 
stimmung erfolgt nach bekannten Verfahren. J. Neßler und M. Barth haben das 
Kupfer in den Kirschwassern kolorimetrisch bestimmt, indem sie dieselben mit einer 
geringen Menge einer sehr verdünnten Ferrocyankaliumlösung versetzten und die 
Stärke der rötlichen Färbung mit der verglichen, welche in den gleichen Flüssig- 
keitsmengen mit 2, 5, 7 und mehr mg Kupfergehalt für 1 1 entstanden. Geringere 
Mengen Kupfer als 2 mg im Liter sind durch die Bläuung einer dünnen alkoholischen 
Guajakharzlösung bei Vorhandensein von Spuren von Blausäure noch bis zu weniger 
als 0,6 mg im Liter nachweisbar. 
18. Anhaltspunkte zur Beurteilung der Branntweine. Bei der Beurteilung der 
Echtheit und Reinheit eines Branntweines ist in erster Linie zu beachten, daß zwar in 
vielen Fällen die chemische Untersuchung wertvolle Anhaltspunkte für die 
Begutachtung bietet, daß aber in den meisten Fällen für die Entscheidung 
der Frage, ob das Getränk echt und rein ist, die Prüfung des Geruches und 
Geschmackes seitens wirklich sachverständiger Fachleute eine sicherere 
Grundlage bietet, als die chemische Untersuchung. 
Im einzelnen sei noch folgendes bemerkt: 
1. die gewöhnlichen Trinkbranntweine, wozu man die Branntweine aus Roggen 
und anderen Getreidearten, aus Kartoffeln (auch Industriespiritus genannt) und aus Zucker 
rübenmelasse rechnet, enthalten zwischen 26—45 Volumprozente Alkohol und nur Spuren 
bis wenig Abdampfrückstand. Mit der Einführung der Spiritussteuer sind diese Art 
Branntweine immer mehr im Gehalt heruntergegangen; wenngleich dieses mit Rücksicht 
auf die schädliche Wirkung des Branntweingenusses nur gewünscht werden kann, so ist es 
doch zweckmäßig, für dieselben, solange sie noch eine Handelsware bilden, einen bestimmten 
niedrigsten Alkoholgehalt zu fordern. Doppelbranutweine sind etwas sorgfältiger gereinigte 
Branntweine mit höherem Alkoholgehalt. Mit Unrecht wird die schädliche Wirkung der 
Trinkbranntweine vorwiegend ihrem Gehalt an Fuselöl zugeschrieben; die beliebteren 
Kornbranntweine enthalten aber durchweg mehr Fuselöl als die gut rektifizierten Kartoffel 
branntweine. Immerhin ist ein hoher Fuselölgehalt (vergl. S. 680) ebenso wie ein hoher 
Aldehydgehalt zu beanstanden. 
Ebenso sind Branntweine, die zur Vortäuschung eines höheren Alkoholgehaltes mit 
Mineral säuren (Schwefelsäure) oder scharf schmeckenden Pflanzenstoffen 1 ) (Aus 
zügen von Pfeffer, Paprika, Paradieskörnern usw.) versetzt sind, zu beanstanden. 
1 ) Auf das Vorhandensein von scharf schmeckenden Pfianzenstoffen prüft man in 
der Weise, daß man die Branntweine in Schalen auf dem Wasserbade eindampft und den</div>
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