78 II. DIE PAPIERÖELDWSHRUNG. vermochten: die Siege, welche die Franzosen errangen, und die Niederlagen, die sie erlitten. Die Siege bei Vahny, am Rhein und in Belgien in den letzten Monaten 1792 fanden ihren Ausdruck in einemSteigen des französischen Wechselkurses. Die Niederlage Duraouriez’ bei Neerwinden, der Rückzug Custines vom Rhein, der Aufstand der Royalisten im Innern Frankreichs kamen in einem gewaltigen Sturze des französischen Wechselkurses vom Januar bis August 1793 zum Vorschein. Die Siege von Jourdan in Belgien und von Hoche im Elsaß in der zweiten Hälfte, namentlich im Dezember 1793, und die Erfolge der Republikaner im übrigen Frankreich fanden ihren Ausdruck in einem ebenso überraschenden Steigen des Wechselkurses. Auf den Wechselkurs sind eben nicht nur Handels beziehungen, sondern auch Stimmungen auf den Märkten von Einfluß. Durch Siege werden günstige, durch Niederlagen schlechte Stimmungen hervorgerufen, die dem Wechselkurs eine entsprechende Tendenz verleihen können. Von ungünstigem Einfluß waren jedenfalls die systematischen Assignatenfälschungen, die im Auslande betrieben und dort von den Regierungen — insbesondere in England — nicht nur geduldet, sondern sogar nachhaltig unterstützt wurden. Es war das ein politisches Kampfmittel, das im 18. Jahrhundert nicht vereinzelt dasteht. Die kommerziellen Beziehungen Frankreichs zum Auslande hörten aber nicht völlig auf; zu der Schweiz, Amerika und Skandinavien dauerten sie fort. So erklärt es sich, daß provinzielle Unterschiede im Wechselkurse bestehen blieben. Auch der Handel mit Hamburg wurde durch die Revolutions kriege verhältnismäßig wenig berührt; von den Bestimmungen über Sequestration waren zum Beispiel Forderungen der Ham burger Bürger ausgenommen. Der dortige Wechselkurs auf Paris ist sehr anschaulich und deshalb für unsere Zwecke herangezogen worden. Unter der Schreckensherrschaft waren die Assignaten leichtsinnig vermehrt worden, und mit ihrer Vermehrung fuhr