331 26 Besitzwechseln 84,6 °/o 22 Besitzwechsel zwischen Nicht-Jrhern, 15,4 % 4 Besitzwechsel von Jrhern an Nicht-Jrher, 0,0 °l 0 0 Besitzwechsel von Jrhern an Jrher, 0,0 % 0 Besitzwechsel von Nicht-Jrhern an Jrher stattfinden. Es stellt sich also heraus, daß die Jrher die Jrherstraße wieder verlassen, ihre Häuser gehen in den Besitz anderer Hand werker über. Wie die Tabelle zeigt, wird nunmehr auch der Charakter der I r h e r st r a ß e ein völlig anderer. Die Zahl der Handwerker unbekannter Prosession hat stark abgenommen und es wird uns enthüllt, welch reiches Gewerbsleben in dieser kleinen und engen Straße vorhanden ist. Vor allen Dingen erscheinen seit 1528 eine ganze Reihe von Wirtshäusern und Weinschenken; diese große Zahl der Wirtshäuser, die Siebentürme, Schwarz Kreuz, Rudolff, Goldener Pelikan, Rothes Rößlein, Weißer Adler, dann die Weinschenken passen gut zu dem Ratserlaß von 1593, wo den Salz- und Eisenhändlern in der Jrher straße verboten wird, hinfort ihre Waren vor ihren Häusern aufzu laden, und wo ihnen anbefohlen wird, diese auf den Neuen Bau zu schleifen und dort aufladen zu lassen; den Fuhrleuten wird verboten, ihre leeren Wagen auf der Gasse stehen zu lassen, damit die Straßen nicht versperrt werden, und der Wagensteller erhält den Befehl, die leeren Wagen, welche er dort antrifft, zu entfernen Z. Eine ganze Reihe von Akten, auf welche hier aber nicht mehr eingegangen werden kann, weil von jetzt ab ja fast keine Jrher mehr vorhanden sind, orien tiert uns, daß ein tätiges mittelalterliches Verkehrs-, nicht bloß Gewerbs leben seinen Einzug gehalten hat, und die Handwerker, welche die Bedürfnisse des flutenden Verkehrs befriedigen,, wie auch die, welche in gut belebten Straßen vorhanden sind, fügen sich wohl in dieses neue Bild ein. Wir wollen vielmehr noch einmal zu der zweiten Periode zurück kehren und versuchen, noch einiges über die Jrherstraße zu erfahren. Wir haben bereits gesehen, daß außer den Jrhern eine große Anzahl anderer Handwerker noch vorhanden sind; in Endres Tuchers Ver zeichnis der Brunnenröhren und Schöpfbrunnen (1464—1475) wird auch ein „Prunn mit vier eimern an der Jrhergassen" * 2 ) erwähnt; wir werden später noch sehen, daß das Wasser eines Brunnens unter Umständen für den Bedarf einer Gerberei auszureichen hat, obwohl damit nicht gesagt sein soll, daß dieser Brunnen für Gerbereizwecke in 0 Nürnberg, Stadtarchiv, Bauamt LXXVIII, 279. 2 ) Bibl. des litt. Vereins in Stuttgart, Bd. LXIV, S. 190.