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        <title>Die Entwicklung der Weißgerberei</title>
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            <surname>Ebert</surname>
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rauche" Felle'). - in diesem Falle liegt bei der Verwendung d^ Haut 
der Hauptuachdruck aus der Besriedigung des S )mu Rutschen 
bedürsnisses - und die Statistik des auswärtigen Hände»^ desdeutsche^ 
Zollgebietes hat unter dem Gesichtspunkt gleicher wir s )as 
die Haut von Pelztieren mit den Vogelbälgen, wie erei 
unter der gemeinsamen Nummer 405 zusammengefaßt. 
In der Entwicklung der Gerberei bezeichnet es berei v ein 
Stuse, wenn unter Entsernung des Haarkleides der Hauptna ) ru 
Verwendung aus der Lederhaut als solcher ruht. wobei man a so von 
Funktion als Trägerin der Haare durch die Operationen es n ha 
vollkommen abstrahiert. Das gibt Anlaß zu einer ganzen elye 
nischer Konsequenzen, welche wir bis zu ihrer modernen urchsuy 
an anderer Stelle weiter versolgen werden. 
Die Verschiedenheit der Verwendung der Säuget,erhaut mit o 
ohne Haare, die Verschiedenheit der Technik bei der Ger ung zu 4- 
oder zu enthaartem Leder hat dann noch weitere ties greisen e 
schastliche Folgen. Mit Rücksicht aus die Verschiedenheit der V e r w e n 
klassifiziert vor allen Dingen der Handel, und das oft mit ungehe 
Preisunterschieden, die Säugetierhaut in Pelze einerseits un in Ha 
und Felle andererseits. Aus der Verschiedenheit der Te chn, a 
entwickelt sich eine, allerdings selbst in zünstlerischer Zeit n&amp;gt;ch Ichars 
durchgesührte Arbeitsteilung, indem hier der Weißgerber die logischer 
weise zur Domäne des Kürschners gehörige Gerbung der Schasse e nn 
ihrer Wolle meistens zu seinem Arbeitsgebiete rechnet. ^ f 
Weitere sprachliche Unterschiede, und das vielleicht e ensa ^ a 
sprachlicher Ausdruck wirtschaftlicher Verschiedenheit, sind ie o 
..Haut", „Fell", „Balg". Wie aber zwischen Pelzen und Hauten 
scharser Unterschied ist, indem z. B. die Schas- und Ziegense s 
ihrer Verarbeitung das eine oder das andere liefern können, so gi l 
auch hier zwischen den drei Begriffen keine scharfen Grenzen. 
Der Ausdruck Balg bezeichnet die den Tieren unausgeschmttk: , 
also ganz abgezogene Haut; die Häute der Pelztiere kommen se)r yaufi 
in Balgsorm in den Handel und die Gerbetechnik des mittela er i ;e 
Kürschners ist aus diese Balgsorm zugeschnitten. Jedoch kommen aucy 
heute noch die zu Glacäleder bestimmten Schasselle vieler orrenta isfije 
Provenienzen unausgeschnitten aus den Markt und werden in resem 
Zustande sogar noch gewässert. _ „ . ~ 
Ebenso wenig scharf sind die Begriffe „Haut und - 
allgemeinen jedoch versteht man unter „Haut" die natürliche e s 
der größeren Tiere, also die von Ochsen, Büffel, Kuh un H 
') Z. B. Lamprecht 1886, Bd. II, S. 320.</div>
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