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        <title>Die Entwicklung der Weißgerberei</title>
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            <forname>Georg</forname>
            <surname>Ebert</surname>
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die Maschine einzubauen, Größe und Umdrehungsgeschwindigkeit der 
Walzen, die Regulierung des Druckes der Walzen, In- und Außer 
betriebsetzung der arbeitenden Teile, Zuführung des Felles usw., den 
jeweiligen Ansprüchen anzupassen. Betrachtet man diese Maschinen in 
ihrer heutigen Entwicklung, so stellen sie einen vollkommen maschinen 
mäßigen Typ dar, welcher Anklänge an handwerksmäßige Technik 
kaum mehr besitzt; es sind Maschinen im vollsten Sinne des Wortes, 
bei welchen das Problem der zu leistenden Arbeit im neuen Geiste 
maschinenmäßiger Technik gelöst ist. Nicht das Gleiche läßt sich von 
den im folgenden zu besprechenden Maschinen sagen. 
Das Schlichten kann besorgt werden auf der Universalstoll- und 
Zurichtemaschine. Das Prinzip des kontinuierlichen Prozesses ist hier 
schon nicht mehr vollkommen erfüllt, insofern das zu bearbeitende Fell 
erst in den Schrägen oder Schlichtrahmen geklemmt werden muß, um 
dann von oben her den arbeitenden Teilen zugeführt zu werden und 
nach der Bearbeitung wieder noch oben die Maschine zu verlassen. 
Das Einsenken in die Maschine muß dann eventuell noch ein zweites Mal 
wiederholt werden, und dabei ist dann erst die Bearbeitung der einen 
Hälfte des Felles beendigt, auf welche noch eine Bearbeitung der anderen 
Fellhülfte folgen muß. Das Prinzip der Zuführung erinnert also an 
den vertikalen auf und abgehenden Tisch der vorigen Reihe von Ma 
schinen; so wie dort wird auch hier das Fell an der stationär gelagerten 
Arbeitswalze, hier Reckeisenwelle genannt, vorbeigebracht. Ein zwischen 
Federn ausgespanntes elastisches Gegendruckleder dient dem Fell als 
Unterlage bei seiner Bearbeitung durch die Reckeisenwelle, und letztere 
ist insofern interessant, als in ihr einerseits das Problem gelöst ist, 
die arbeitenden Teile auf einer rotierenden Walze unterzubringen; 
andererseits aber erinnern diese arbeitenden Teile, welche die Form 
kleiner halbschräg zur Achse gestellter Schlichtmonde besitzen, noch leb 
haft an ihre Herkunft aus dem handwerksmäßigen Werkzeugarsenal *). 
Am allerwenigsten haben den handwerksmäßigen Typ verlassen 
die Stoll Maschinen. Daher genügen diese Maschinen bis jetzt auch am 
wenigsten den an sie gestellten Anforderungen. Genau wie beim Stoll- 
pfahl wird das Leder hier über einer Stollklinge gereckt, nur mit dem 
Unterschiede, daß das Ziehen hier nicht von Hand, sondern von Filz 
oder Gummiwalzen besorgt wird. „Eine wirklich brauchbare Stoll- 
maschine, deren Schaffung ein dringendes Bedürfnis für die Branche 
wäre, ist, um es offen zu gestehen, bis heute noch nicht auf den Markt 
gebracht worden" ^). Auf dem gleichen Stadium der Entwicklung wie 
die Stollmaschinen, welche also einstweilen nur möglichst getreue Nach- 
y Urteil darüber siche Deutsche Gerber-Zeitung 1906, No. 59. 
2 ) Privatmitteilung von einer der großen Maschinenfabriken.</div>
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