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        <title>Die Entwicklung der Weißgerberei</title>
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            <forname>Georg</forname>
            <surname>Ebert</surname>
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kehrswirtschaft,  welche  Bedarfsdeckung  und  Absatz  in  die  Ferne  ermöglicht, ­
  und  eventuell  durch  das  Fehlen  einer  systematisch  durchgeführten
Arbeitsteilung,  welche  sich  im  Anschluß  an  den  Maschinenbetrieb  sehr
leicht  vollzieht.
Bei  der  Betrachtung  der  Betriebsmittel  haben  wir  gesehen,  wie
seit  der  Wende  des  18.  Jahrhunderts  alle  Anstrengungen  gemacht  werden,
um  eine  Mechanisierung  aller  Prozesse  durchzuführen  *),  und  wir  haben
gesehen,  daß  für  Weiß-  und  Glacegerberei  bis  heute  die  Bemühungen
s.  nicht  zu  einem  befriedigenden  Resultat  geführt  haben,  weil  der  Kreis
der  maschinellen  Operationen  noch  nicht  geschlossen  ist,  so  daß  in  der  zur
Durchführung  der  einzelnen  Arbeitsprozesse  benötigten  Zeitdauer  die
erforderliche  Harmonie  noch  nicht  gewonnen  wurde  -);  bei  der  Betrachtung
der  Gerbstoffe  haben  wir  gesehen,  wie  sich  die  vegetabilische  Gerbung
fortwährend  verjüngt  und  modernisiert  hat 3 ),  während  Weiß-  und  Glacegerberei ­
  im  großen  und  ganzen  noch  nach  den  alten  überkommenen
Stoffen  greifen  müssen  *);  bei  der  Betrachtung  der  Produktionsprinzipien
haben  wir  gesehen,  wie  sich  die  vegetabilische,  dann  die  Chromgerbung
zu  hoch  entwickelten,  kapitalistischen  Prozessen  durchgebildet  haben 6 ),  während
Weiß-  und  Glacegerberei  allen  einschlägigen  Neuerungen  unzugänglich
geblieben  sind.  Eine  ganze  Reihe  neuerer  Gerbemethoden  erzeugen  feine
Ledersorten,  sie  haben  der  Weiß-  und  Glacegerberei  einen  Teil  des
Absatzfeldes  abgegraben 6 )  und  haben  sich  damit  große  Haut-  und  Fellqualitäten ­
  7 ),  welche  sonst  zu  diesen  Gerbemethoden  abflössen,  zugeeignet.
Daher  ist  die  s  a  b  r  i  k  m  ä  ß  i  g  e  E  n  t  w  i  ck  l  u  n  g  der  Weißgerberei  und
der  Glacegerberei  ganz  andere  Wege  gegangen,  als  dies  bei  der  Lohe-  und
Chromgerberei  der  Fall  ist.  Letztere  haben  sich  zu  hoch  entwickelten
kapitalistischen  Betrieben  fortgebildet,  während  die  Glace-  und  Weißlederfabriken
  einen  verhältnismäßig  kleinen  Umfang  haben.  Die  Sämischgerberei ­
  aber,  welche  als  reine  Produktionsmethode  ja  schon  sehr  stark
zurückgegangen  war,  lebt  in  wenigen  kleineren  Fabriken  weiter,  in  großen
Werken  hat  sie  sich  aber  mit  der  Loh-  oder  mit  der  Chromgerbung
zur  Fettgarlederindustrie  verbunden.
Was  speziell  die  gewöhnliche  Weißlederindustrie  anlangt,  so  kommt
diese  fast  regelmäßig  vor  in  der  fabrikmäßigen  Fortbildung  des  neuen
Rot-  und  Weißgerbers,  welchen  wir  oben 3 )  kennen  gelernt  haben;  diese
Betriebe  mit  6—8  Gesellen,  in  welchen  also  weiße  und  braune  Schaffelle ­
  erzeugt  werden,  erweitern  sich  langsam,  es  wird  eine  Entfleischmaschine, ­
  dann  ein  Walkfaß,  Beizhaspel  angeschafft,  und  schließlich  wird
st  Vgl.  S.  158  f.,  161  f.,  164  ff.  st  Vgl.  S.  158  s.,  168  s.,  172.
st  Vgl.  S.  73f.,  112f.,  125  f.  st  Vgl.  S.  113f.,  115.
st  Vgl.  S.  118  f.,  128  f.  st  Bgl.  S.  120  f.
st  Bgl.  S.  19-33.  st  Vgl.  S.  285  sf.</div>
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