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        <title>Die Entwicklung der Weißgerberei</title>
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            <forname>Georg</forname>
            <surname>Ebert</surname>
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      <div>4. Teil. 
Die topographischen und hygienischen 
Verhältnisse der Weihgerberei. 
11. Kapitel. 
Die topographischen Verhältnisse der Meißgerberei. 
32. Die Nürnberger Jrherstrasze des 14.—16. Jahrhunderts. 
Die räumliche Konzentration gleichartiger Handwerker in der mittel 
alterlichen Stadt bildet die selbstverständliche Voraussetzung aller mittel 
alterlichen Gewerbebetrachtung *). Wir wollen versuchen, im folgenden 
einen näheren Einblick in einen solchen Wohnplatz gleichartiger Hand 
werker zu gewinnen, und zwar wählen wir hiefär die Nürnberger Jrher- 
ftraße; nämlich die Nürnberger, weil für sie Material beschaffbar war, 
und wir wählen die Jrherstraße, weil, wie üblich, dieser Stadtteil seinen 
Namen von den Jrhern herleitet, unter welchen wir die Weiß- und 
Sämischgerber kennen gelernt haben. 
Das unserer folgenden Betrachtung zugrunde liegende Material 
find hauptsächlich Besitzwechselurkunden, daneben auch einige Nürn 
berger Quellenschriften. 
Die Form dieser Urkunden ist etwa die folgende: 
1391. 3. Juli verkauft Konrad Scherl der Ältere im Einverständnis 
mit seinem Sohne Konrad Scherlein dem Jüngeren dem Konrad 
Staynacher „sein erbe an dem halben teyle des Hauses an der 
Jrhergazz gelegen zenehst am Vczen", und zwar mit Genehmigung 
des Niklas Muffel Vormunds Görgen Muffels, dem die Eigenschaft 
an dem Hause zusteht mit l x / 2 Pfund Haller, einem halben Weck 
zu Weihnachten im Werte von 18 Haller, einem halben Lammsbauch 
zu Ostern im Werte von 15 Hallern und einem Fastnachthuhn 
im Werte von 12 Hallers. 
~ * l ) Vergl. S. 221 f. 
2 ) Verzeichnis der aus dem Reichsarchiv auSgeaniworteten Urkunden D 4, 
I- Nr. 48, Stadtarchiv Nürnberg. 
Eber t, Entwicklung der Weißgerberei. 
21</div>
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