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        <title>Die Entwicklung der Weißgerberei</title>
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            <forname>Georg</forname>
            <surname>Ebert</surname>
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            <idno>883887894</idno>
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      <div>362 
Die Erfahrung verhält sich also zur Berechnung wie 0,99 und 0,94. 
Wir begegnen danach entschieden günstigen Verhältnissen. 
Es besitzen also die Gerber eine, wenn auch geringe Untersterblichkeit. 
Späterhin werden dann, wie bemerkt, die beidenGewerbe ge 
trennt, und nun ergibt sich ein ganz überraschender Unterschied zwischen 
den beiden scheinbar so nahe verwandten Gewerben. Wohl besitzen die 
Weißgerber immer noch eine sehr geringe Untersterblichkeit, aber die 
Sterblichkeit der Weißgerber ist durchweg eine viel größere als die der 
Lohgerber, wie die folgende Tabelle zeigt *). 
Von Gerbern starben unter 1000 jeder Altersklasse 
Alter (Jahre) 
Lohgerber 
und 
Weißgerber 
25-35 
Kürschner 
6 
7 
35-45 
6 
13 
45—55 
19 
22 
55—65 
33 
41 
Todesfälle zusammen (Anzahl der 
Todesfälle im Alter von 25—65) 
267 
702 
nach Beobachtung 
267 
702 
nach Erwartung 
354 
704 
auf 100 erwartungsmäßige Todes- 
fälle kamen beobachtete 
75 
100 
Standardbcrechnung 
76 
100 
An diesen beiden Tabellen ist nur zu bedauern der Mangel an 
Einheitlichkeit, insofern der älteren Tabelle die Zahl 10000, der 
jüngeren die Zahl 1000 zugrunde liegt. Einer direkten Vergleichbarkeit 
beider Tabellen widerspricht außerdem die Tatsache, daß die Zusammen 
setzungen der beobachteten Masse der „Tanner und Curier" unbekannt 
ist; es ist nicht ausgesagt, wie viele Prozente Weißgerber und wie viele 
Prozente Rotgerber darinnen enthalten sind; unter der freilich nicht 
ganz richtigen Annahme konstant gebliebener Ursachen und Sterblichkeits 
verhältnisse ließe sich auf Grund der zweiten Tabelle immerhin die 
erste Tabelle zerlegen; allein, da solche Wahrscheinlichkeiten zu wenig 
exakte Grundlagen für rechnerische Operationen darstellen, mag es ge 
nügen, auf diese Möglichkeit hinzuweisen. 
§ 38. Arbeitsräume und Fabrikhygiene. 
Aus den in § 37 dargelegten Schädigungen entspringen die 
Forderungen zur möglichsten Vermeidung oder Unschädlichmachung der 
selben; die hierher gehörigen Vorschläge oder Vorschriften werden pro- 
’) Westergaard 1901, S. 590.</div>
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