VI

138.

Die  bedeutsamen  Studien  zur  Psychophysik  der  industriellen
Arbeit,  die  Max  Weber  in  seinem  Archiv  jüngst  zu  veröffentlichen ­
  begonnen  hat,  konnten  leider  keine  Berücksichtigung
mehr  finden.
Bei  seinem  systematischen  Versuch  war  der  Verfasser
bestrebt,  das  Auge  gleichmäßig  für  die  kleinen  und  die  großen
Ursachen  offen  zu  halten.  Gerade  bei  so  schwierigen,  ja  umstrittenen ­
  Fragen  war  es  angezeigt,  von  dem  Tatsachenmaterial
lieber  zu  viel  als  zu  wenig  vorzuführen,  selbst  da,  wo  es  im
Interesse  der  Durchsichtigkeit  und  formalen  Anlage  des  Ganzen
vielleicht  weniger  erwünscht  gewesen  wäre.
Da  die  Untersuchung  im  Grunde  auf  eine  systematische,
keine  historische  Darstellung  abzweckt,  kommt  es  den  Tatsachen ­
  gegenüber  mehr  darauf  an,  „daß“  als  „wann“  sie
existierten.  Es  ist  deshalb  in  diesem  Zusammenhänge  gleichgültig, ­
  ob  etwa  die  angezogenen  internationalen  Vergleiche  der
Leistungsfähigkeit  durchgehend  auch  für  den  heutigen  Tag
noch  zutreffen.  Dieser  Punkt  verdiente  sonst  vielleicht  bei
den  Daten,  die  sich  auf  den  deutschen  Arbeiter  beziehen,  zu
dessen  Gunsten  manchmal  Berücksichtigung.
Den  Herren  Professoren  v.  Schmoller  und  Sering,
die  diese  Arbeit  durch  Rat  und  Hilfe  gefördert  haben,  stattet
der  Verfasser  auch  an  dieser  Stelle  seinen  aufrichtigen  Dank
ab.  —  Vor  allem  ist  er  ferner  Herrn  Dipl.-Ing.  R.  Levetzo  w
verpflichtet,  der  ihm  durch  seine  Aufklärungen  die  Orientierung ­
  auf  dem  schwierigen  Gebiet  des  Maschinenbaues  erleichtert ­
  hat.  Professor  Schlesinger  unterstützte  diese
Arbeit,  indem  er  in  zuvorkommender  Weise  einige  Tabellen
aus  der  Werkstattpraxis  zur  Verfügung  stellte.