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Ausnahmen,  besonders  Abbes  und  Fromonts  Feststellungen,
sind  um  so  wichtiger.  Die  mehr  als  Überschlag  bekanntgegebenen ­
  Gesamtresultate  dürfen  deshalb  nicht  unterschätzt
werden.  Ihre  Unbestimmtheit  gewinnt  dadurch  an  Bedeutung,
daß  jene  Aussagen  von  den  Betriebsleitern  selbst  stammten,
die  am  besten  den  Geschäftsgang  bei  verschiedenen  Arbeitszeiten ­
  übersehen  und  beurteilen  konnten.  —  Nicht  weniger
als  die  Zahl  berechtigt  die  Mannigfaltigkeit  der  Betriebe  zu
der  Folgerung,  daß  hier  eine  allgemeine  Tendenz  erscheint,
die  von  keinen  speziell  technisch-organisatorischen  Zuständen ­
  getragen  wird  1 .
Eine  Schiffswerft  und  eine  Maschinenfabrik,  eine  Baumwollspinnerei ­
  und  eine  optische  Werkstatt  umfassen  die  verschiedensten ­
  technischen  Prozesse.  Alle  Kategorien  industrieller ­
  Arbeit  sind  vertreten:  von  koordinierter  Individualarbeit, ­
  die  aus  persönlicher  Energie,  Aufmerksamkeit  und
Fähigkeit  entspringt,  bis  zur  gesteigertsten  Gruppenarbeit,  die
auf  Subordination,  auf  der  guten  Organisation,  der  gegenseitigen ­
  Anpassung,  dem  richtigen  und  schnellen  Ineinanderarbeiten ­
  der  Gruppenmitglieder  beruht.  —  Die  Tendenz
höherer  Arbeitsintensität  bei  kürzerer  Arbeitszeit  erscheint  durch
die  Tatsachen  wirklich  einigermaßen  gesichert.  Auf  die  auszuschließenden ­
  Gebiete  kommen  wir  noch  zurück.  Selbstverständlich ­
  besteht  eine  Maximalintensität,  die  nicht  überschritten ­
  wird,  ohne  die  Leistung  zu  senken.  Weder  kann
jede  beliebige  Kürzung  der  Arbeitszeit,  ceteris  paribus,  die
Erträge  unberührt  lassen,  noch  muß  ein  Achtstundentag  notwendig ­
  und  überall  die  Maximalleistung  garantieren.  —  Die
Richtigkeit  einer  Beziehung  unterhalb  einer  Grenze  würde
durch  das  Bestehen  dieser  natürlich  keinerlei  Abschwächung
erleiden.  —  Sicher  liegt  hier  wie  so  oft  in  den  Sozialwissenschaften ­
  eine  Tendenz,  aber  kein  Gesetz  vor.  Eine  solche
Erkenntnis  ist  um  so  wertvoller,  je  mehr  man  sich  ihrer
relativen  Gültigkeit,  ihrer  Voraussetzungen  und  Einschränkungen
bewußt  bleibt.
So  wenig  höhere  Intensität  der  Arbeit  von  einer  bestimmten ­
  Betriebsweise,  einer  besonderen  Arbeitsverrichtung
abhängt,  sie  ist  doch  an  eine  allgemeine  wirtschaftlich-technische
Kultur,  an  ein  gewisses  physisch-geistiges  Niveau  der  arbeitenden ­
  Klassen  gebunden.  Die  angeführten  Daten  stammten

....^ n  England  sind  1894—1896  200  Betriebe  dem  Achtstundensystem
zugetuhrt  worden.  Dazu  gehören  u.  a.:  Maschinenbauer,  Weillblechschmiede,
  Kupferschmiede,  Marmorarbeiter,  Wollweber,  Möbeltischler,
Seilsp  nner,  Drucker,  Buchbinder,  Stahlwerke,  Kürschner,  Tabakfabriken,
Putzer,  Kanalisationsarbeifer,  Maurer,  Riegel-  und  Schraubenmacher,
ouberarbeiter,  Holzschnitzer,  Geldschrankarbeiter,  Hochofenleute,  Schuhmacher, ­
  Lederarbeiter  usw.  (J.  Rae,  Neue  Fortschritte  der  Achtstundenbewegung ­
  in  England.  Arch.  f.  soz.  Gesetzgeb.  u.  Stat.,  1898,  S.  13.)
Forschungen  138.  —  Bernhard.  2