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energie.  Sie  beansprucht,  wie  die  Erhebungen  der  Royal
Commission  on  Labour  von  1891  bestätigen,  höhere  Fähigkeiten ­
  und  führt  deshalb  höhere  Löhne  mit  sich  b  Die
schnellsten  deutschen  Spinnmaschinen  machen  9000  Umdrehungen, ­
  die  schnellsten  englischen  11000  und  die  schnellsten
amerikanischen  14000.  Der  Unterschied  liegt  nicht  in  den
Maschinen,  sondern  in  der  Leistungsfähigkeit  der  Arbeiter 1  2  3  *  5 .
Gelegentlich  bekam  ein  Mann,  dessen  Spindeln  sich  ohne  sein
Wissen  400mal  mehr  in  der  Minute  drehten,  Flimmern  vor
den  Augen.
Auch  da,  wo  die  Geschwindigkeit  der  Textilmaschinen  aus
technischen  Gründen  keiner  wesentlichen  Steigerung  fähig  ist,
darf  bei  Kürzung  der  Arbeitszeit  noch  nicht  auf  eine  regelmäßige
und  proportionale  Schwächung  der  Erträge  geschlossen  werden.
Ein  absolut  kürzerer  Arbeitstag  kann,  wie  zu  zeigen  gesucht
wurde,  eine  realiter  längere  Produktionszeit  involvieren.  Die
Seidenplüschweberei  verlangt  besonders  sorgfältige  Arbeit,  bei
der  die  Versuche,  die  Stühle  mehr  Touren  machen  zu  lassen,
die  Qualität  des  Produkts  verschlechtert.  Trotzdem  gelingt
es  in  einem  solchen  Betriebe  den  Akkordarbeitern,  in  fünf
kürzeren  ebensoviel  zu  verdienen,  wie  in  sechs  längeren
Arbeitstagen;  sie  erzielen  sogar  ein  besseres  Produkt®.
Im  besten  Fall  kann  erhöhter  Maschinengeschwindigkeit
nur  ein  Bruchteil  der  Mehrleistung  zugerechnet  werden.  1848
und  1849  ist  diese  nach  den  Berichten  des  Inspektors  Horner
„nur  zum  geringen  Teil  auf  bessere  und  schnellere  Maschinen
zurückzuführen.  Vor  allem  sind  die  Arbeiter  gesünder  und
werden  durch  die  langen  Arbeitszeiten  nicht  erschöpft  .  .  .
Arbeitspausen  sind  jetzt  weniger  notwendig  als  früher  Eine
große  Fabrik  in  Manchester  stellt  nach  Einführung  zehnstündiger ­
  Arbeitsschicht  auf  den  gleichen  69  Webstühlen  ein
Mehrprodukt  von  22  Pfund  her.  Horner  stellt  fest,  daß  davon
nur  5  Pfund,  also  ein  Viertel,  der  schnelleren  Umdrehung  der
Stühle  zuzurechnen  ist 8 .  Und  die  übrigen  17  Pfund?  —  In
der  Schweiz  beträgt  die  durchschnittliche  Steigerung  der
Maschinengeschwindigkeit  nur  2 l k  °/o.  Die  stündliche  Mehrleistung ­
  aber  8  °/o.  Umgekehrt  fand  eine  amerikanische  Fabrik
1867  bei  Herabsetzung  der  Arbeitszeit  von  10 a U  auf  10  Stunden,
daß  trotz  um  4 w /o  erhöhter  Geschwindigkeit  und  Einführung
von  Stücklöhnen  im  ersten  Monat  ein  Verlust  von  4—5°/o

1  Royal  Commission  on  Labour,  1892,  Minutes  of  Evidence  Group
C,  vol  I,  p.  55  (Qu.  1356),  209  (Qu.  5068—5070).  —  Vgl.  Die  Arbeitszeit
der  Fabrikarbeiterinnen,  S  215.
2  A.  Tille.  Zukunft  XXII,  S.  440.
3  Die  Arbeitszeit  der  Fabrikarbeiterinnen,  S.  151.
i  Zitat  nach  H.  v.  Nostiz,  Das  Aufsteigen  des  Arbeiterstandes  in
England,  1900,  S.  514.
5  Factory  Inspector’s  Report,  1849,  p.  4,  nach  J.  Rae,  S.  22.