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sachliche  Voraussetzungen,  von  denen  höhere  Arbeitsintensität
bedingt  wird,  aufmerksam  zu  machen.  Die  Produktionsmittel
müssen  eine  bestimmte  Höhe  technischer  Kultur  erreicht  haben,
ehe  der  Arbeiter  imstande  ist,  seine  Leistung  bei  kürzerer
Arbeitszeit  zu  steigern.  Dieses  Niveau  hat  die  handwerksmäßige ­
  Produktion  noch  Dicht  überschritten.  Sie  kann,  wie
sich  später  zeigen  wird,  ihren  Intensitätsgrad  nicht  wesentlich
erhöhen.

Drittes  Kapitel.
Die  Intensivierung  der  Arbeit  durch  Vereinigung  mehrerer
Maschinen  in  einer  Hand.
ln  dem  vorigen  Abschnitt  wurde  die  Möglichkeit  höherer
Arbeitsintensität  durch  zeitliche  Verdichtung  der  Produktionsakte ­
  erörtert.  Dieser  Oberbegriff  umfaßt  eine  Fülle  von  Erscheinungen, ­
  aus  der  sich  eine  Gruppe  absondern  läßt:  die
Vereinigung  mehrerer  Maschinen  in  einer  Hand.  Bei  diesem
Sondertypus  intensiverer  Arbeit  kehrt  durchgehend  der  Zug
wieder,  daß  der  zeitlichen  Zusammenfassung  der  Arbeitsprozesse ­
  eine  räumliche  der  Arbeitsinstrumente  parallel
geht.
Die  Vereinigung  mehrerer  Maschinen  in  einer  Hand  kann
sich  erst  bei  einem  gewissen  technischen  Niveau  durchsetzen.
Sie  tritt  umso  stärker  in  den  Vordergrund,  je  mehr  sich  die
Tendenz  zu  automatischer  Gestaltung  der  Maschine  in  der
technischen  Entwicklung  aufringt.  —  Wenn  die  Tätigkeit  des
englischen  Webers  in  den  letzten  siebzig  Jahren  zwölfmal,
die  des  Spinners  sechsmal  ergiebiger  geworden  ist 1 ,  so  strengt
sich  der  Arbeiter  nicht  sechs-  oder  zehnmal  mehr  an.  Die
persönliche  Leistung  steigt  freilich,  sie  gewinnt  aber  einen
anderen  Inhalt.  Wie  höhere  Geschwindigkeit,  so  stellt  auch
die  durch  den  technischen  Fortschritt  bedingte  Übernahme
einer  größerem  Zahl  Maschinen  an  den  Arbeiter  höhere  Anforderungen ­
  1  2 .  Die  Steigerung  der  Arbeitsleistung  von  der
persönlichen  Seite  her  ist  untrennbar  mit  den  technisch-sach-1
  Ellison,  Cotton  Trade  of  England  nach  Marshall,  Hdb.  d.  Volkswirtschaftslehre, ­
  1905,  S.  287.
2  „Ein  Handweber“,  schreibt  Schulze-Gävernitz  (Großbetrieb,  S.  167),
„kann  13  Stunden  den  Tag  arbeiten;  einen  Sechsstuhlweber  13  Stunden
arbeiten  zu  lassen,  ist  eine  physische  Unmöglichkeit.  Wer  den  Mulespinner ­
  zu  Oldham  beobachtet  hat,  umschwirrt  von  2Vs  Tausend  Spindeln, ­
  oder  die  Weberin  zu  Burnley,  umtost  von  4,  ja  6  Webeschiffchen,
weiß,  welch  hoher  Grad  geistiger  Anspannung  hier  erfordert  wird.“  —
Vgl.  ferner:  Die  Arbeitszeit  der  Fabrikarbeiterinnen,  S.  144,  150,  221.  —
Zu  den  Ausführungen  dieses  Kapitels  ist  auch  auf  den  Abschnitt  „Intensifikation
  der  Arbeit“  in  Marx’  Kapital  I,  1872,  S.  428—439,  zu  verweisen. ­
