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liehen  Veränderungen  verwebt.  „Beide  Entwicklungen  bedingen ­
  sich  so  sehr,  daß  in  bezug  auf  die  Mehrproduktion
nicht  zu  sagen  ist,  wie  viel  auf  die  Rechnung  des  einen  oder
des  anderen  Faktors  kommt 1 .“
Die  Zusammenfassung  mehrerer  Maschinen  in  einer  Hand
regt  den  Arbeiter  zu  intensiverer  Ausnutzung  seiner  Kräfte
an;  auf  der  anderen  Seite  wird  kürzere  Arbeitszeit  geradezu
Bedingung  so  gesteigerter  Arbeit.  Vor  allem  eröffnet  sich  dem
individuellen  Können  ein  Feld  der  Betätigung.  Je  nach
Fähigkeit,  Aufmerksamkeit  und  Schnelligkeit  wird  die  Zahl
der  bedienten  Maschinen  schwanken.  Selbst  bei  den  ununterbrochen ­
  laufenden  Maschinen  kann  auf  diesem  Wege  eine
Steigerung  der  persönlichen  Leistung  eintreten.  Martin  führt
an,  daß  eine  nicht  durch  lange  Arbeitszeit  überanstrengte
Arbeiterin  viel  mehr  Krempelmaschinen  bedient,  als  eine  des
Denkens  unfähige,  körperlich  zurückgebliebene 1  2  3 .  In  England
bedient  ein  Mann  sieben  bis  acht,  in  Oldham  sogar  neun
Krempelmaschinen  8 .
Der  englische  Spinner  bedient  mit  einem  Gehilfen  zwei
Rahmen  zu  je  800  oder  einen  Selfaktor  von  3000  Spindeln.
Der  chinesische  und  japanische  Arbeiter  bringt  es  bis  jetzt
nur  auf  2—300.  Dem  Elsässer  gegenüber  bedient  der  Engländer ­
  160  °/o  mehr  Spindeln,  die  70°/o  schneller  laufen  und
verliert  10  °/o  weniger  Arbeitszeit 4 .  Auf  jede  in  der  Baumwollindustrie ­
  überhaupt  beschäftigte  Person  kommen  in  England ­
  78,  in  Frankreich  nur  60  Spindeln 5  6 .  Schulze-Gävernitz
hat  berechnet,  wieviel  Arbeiter  im  Jahresmittel  von  1887  bis
1892  auf  je  1000  Spindeln  kommen:  in  England  3;  in
Oldham  bloß  2,4;  in  Mülhausen  5,8;  in  der  Schweiz,  Baden
und  Württemberg  6,2;  im  Elsaß  8,9  und  in  Bombay  25®.
Atkinson  hat  für  Massachusets  gezeigt,  daß  die  Zahl  der  von
einem  Arbeiter  an  einem  Tage  verarbeiteten  Pfund  Baumwolle ­
  1840  bis  1880  um  190  °/o  (von  10,76  auf  31,2  Pfd  )  stieg,
während  die  Arbeitszeit  um  15°/o  gesunken  war.  Die  Mehrleistung ­
  rührt  vor  allem  von  der  größeren  Zahl  Spindeln  in
einer  Hand  her;  aber  auch  pro  Spindel  vermehrte  sich  die
Leistung  um  22  °/o 7 .  —  Nach  Berechnungen  desselben  Autors
kommen  für  die  Baumwollindustrie  Amerikas  auf  zwei  Arbeiter
in  den  Südstaaten  einer  in  Neu-F.ngland.
1  Schulze-Gävernitz,  Der  Großbetrieb,  S.  54.
2  Arch.  f.  soz.  Gesetzgeb.  u.  Stat.  VIII,  S.  258.
3  Schulze-Gävernitz,  a.  a.  O.,  S.  123.
*  A.  Tille,  Der  Wettbewerb  weißer  und  gelber  Arbeit  in  der
industriellen  Produktion.  1904,  S.  56.  —  J.  Rae,  S.  152.
B  Brassey,  Work  and  Wages,  1894,  S.  167.
6  Schulze-Gävernitz,  S.  121.  —  Eine  ähnliche  Zusammenstellung
bei  Marx,  Kapital  I,  S.  576.
7  J.  St.  Jeans,  Labour  in  relation  to  wages,  hours  of  work  and
efficiency.  Journ.  of  the  Royal  Stat.  Soc.  Vol.  55,  1892,  S.  641.