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gibt  die  geistigen  Direktiven  des  Arbeitsvorganges  Die
Funktion  der  Hand  wird  durch  eine  mehr  leitende,  überwachende ­
  Tätigkeit  abgelöst.  Die  Vereinigung  mehrerer
Maschinen  in  einer  Hand  ist  eine  Möglichkeit  höherer  Arbeitsintensität, ­
  die  durch  eine  allein  von  seiten  des  Arbeiters  ausgehende ­
  Veränderung  nur  in  beschränktem  Maße  zu  verwirklichen ­
  ist.  Verbesserung  oder  Einführung  neuer  Maschinen
ist  wiederum  eine  Bedingung,  die  von  dem  Stande  der
Maschinenbautechnik,  von  Kapitalkraft  und  Geschäftsgang  der
Unternehmungen,  von  der  geistigen  Blickweite  der  Leiter  abhängt. ­

In  modernen  Fabriken  bedienen  schon  Dui’chschnittsarbeiter
  etwa  2  Schnelldrehbänke  oder  Fräsmaschinen,  3  Kreissägen, ­
  5—6  Rundfräsmaschinen.  In  den  Werkstätten  von
Ludwig  Löwe  &amp;  Co.  überwacht  ein  Mann  z.  B.  2  automatische
Fassondrehbänke,  von  denen  jede  in  40  Stunden  3000  Drahtstifte ­
  dreht.  In  den  Hamburg-Amerikanischen  Uhrenfabriken
werden  mehr  als  1000  Sondermaschinen  benutzt,  um  die
Einzelteile  herzustellen.  Auf  einen  Arbeiter  kommen  vielfach
4—5  Stück.  Solche  Einrichtungen  sind  vorzüglich  hei  der
Massenherstellung  gewisser  Artikel,  wie  Schrauben-  oder
anderer  Einzelteile,  möglich,  wie  sie  in  der  Maschinen-  und
Uhrenindustrie,  in  Fahrrad-,  Nähmaschinen-,  Gewehr-  und
Munitionsfabriken  Vorkommen.  Diese  Arbeit  übernehmen
Revolverbänke  und  Ganzautomaten,  die  durch  besondere  Vorrichtungen ­
  zum  Einstellen,  Zentrieren,  Messen  (Supporte)  die
Handtätigkeit  mehr  und  mehr  ausschalten.
Auch  in  der  Arbeitskategorie  „mehr  Maschinen  in  einer
Hand“  scheinen  die  Amerikaner  besonders  hohe  Leistungen
zu  entwickeln.  Fast  allen  Reisenden  fällt  das  auf.  So  berichtet ­
  ein  englischer  Industrieller,  daß  in  einer  Werkstätte
ein  Arbeiter  mit  Hilfe  eines  Jungen  nicht  weniger  als  15  automatische ­
  Maschinen  zur  Schraubenfabrikation  bediene.  Schleifmaschinen ­
  würden  oft  in  Gruppen  von  10  Stück  zusammengesetzt, ­
  während  in  einer  englischen  Werkstatt  20  Arbeiter
auf  40  Schleifmaschinen  kämen 1  2  * .  Selbst  in  der  Feinschleiferei
versieht  der  geübte  Mann  unter  Umständen  2  Maschinen 8 .
Ein  amerikanischer  Fabrikant,  der  mehrere  Jahre  in  Europa
zugebracht  hat,  behauptet,  daß  in  Deutschland  12  gelernte
Arbeiter  an  12  schraubenschneidenden  Maschmen  stehen,  eine
Arbeit,die  in  Amerika  ein  tüchtiger  Mann  mit  Hilfe  von  5  bis
6  Mädchen  oder  Jungen,  die  Material  heranschaffen,  verrichten
würde 4 .  Wie  dem  auch  sei:  Tatsache  ist,  daß  in  amerikani-1
  Vgl.  hierzu:  G.  Schlesinger,  Die  Entwicklung  der  Werkzeugmaschine ­
  und  ihr  wirtschaftlicher  Einfluß.  Z.  d.  V.  a.  I.,  1908,  S.  424.
2  G.  H.  ßeiswitz,  Ca’canny,  1902,  S.  72.
8  P.  Möller,  S.  43.
4  E.  Schalck,  Der  Wettkampf  der  Völker,  S.  90.