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zu  geben,  eine  höhere  Intensität  zu  entfalten.  Die  gleichen
Ofen  und  Walzwerke,  Dampfmaschinen  und  Kessel  müssen
sich  den  vermehrten  Ansprüchen  gewachsen  zeigen  h
Die  Betriebsorganisation  wird  je  nach  den  technischen
Zuständen  mehr  oder  weniger  in  den  Vordergrund  treten 2  —
im  Maschinenbau  spielt  sie  eine  größere  Rolle  als  in  der
Textilindustrie  —,  sie  wird  je  nach  der  Eigenart  der  Betriebe
eine  wechselnde  Gestalt  annehmen.  Die  prinzipielle  Schwierigkeit ­
  einer  Erörterung  liegt  nicht  nur  darin,  daß  das  geeignete
Material  weit  verstreut  liegt,  teils  noch  nicht  existiert.  Vor
allen  Dingen  ist  die  wirtschaftliche  Organisation  ein  individuelles ­
  Gebilde,  das  sich,  wie  ein  Kleid  der  Körperform,
den  betrieblichen  und  natürlichen  Verhältnissen  in  ihrer
Eigenart  anzuschmiegen  hat.  Oft  entspringt  an  diesem  Punkt
das  Geheimnis  des  Erfolges.  Nicht  alle  Industrielle  sind
gleich  fähig  zu  intensiver  Betriebsführung.  Hier  liegt  ein  Gebiet, ­
  auf  dem  die  spezifische  Tätigkeit  des  Unternehmers  erscheint, ­
  auf  dem  der  organisatorischen  Intelligenz  und  Geschicklichkeit ­
  des  Betriebsleiters  ein  weites  Feld  offensteht.  Je
nachdem  die  Glieder  und  Elemente  des  wirtschaftlichen  Organismus ­
  richtig  ineinandergreifen,  verläuft  der  Produktionsprozeß
glatt  oder  gehemmt.  Die  verschiedenen  Abteilungen  einer
Maschinenfabrik  —  Modelltischlerei,  Gießerei,  Schmiede,
Maschinenwerkstatt  —  müssen,  aufeinander  abgestimmt,  sich
gut  in  die  Hand  arbeiten.  Innerhalb  der  Maschinenwerkstatt
sind  wieder  je  nachdem  Dreherei,  Hoblerei,  Fräserei,  Schleiferei
als  Unterabteilungen  aufeinander  angewiesen.
Die  Meister,  deren  Tüchtigkeit  den  Ertrag  nicht  wenig
beeinflußt,  sorgen  dafür,  daß  keine  Abteilung  auf  die  andere
wartet,  und  daß  das  Material  schon  in  Bereitschaft  liegt.  Die
fähige  Leitung  weiß  die  Arbeit  der  richtigen  Maschine  zu
übertragen,  und  wenn  diese  frei  wird,  rechtzeitig  für  passende
Aufgaben  zu  sorgen.  Bei  schlecht  organisierten  Betrieben
kommt  die  falsche  Arbeit  an  die  unpassende  Maschine  —  etwa
kleine  Stücke  auf  große  Bänke  —  oder  an  einen  Mann,  der
nicht  eingearbeitet  ist.
Auch  das  Textilgewerbe  kann,  nach  der  Ansicht  des  Ge-1

  Sozialpolitisches  Zentralblatt,  1894,  S.  92.
3  In  groben  Umrissen  kann  die  Größe  des  Verwaltungsapparates
eine  Vorstellung  von  der  Bedeutung  der  Betriebsorganisation  geben.
Eine  Umfrage  Öchelhäusers  (Technische  Arbeit  einst  und  jetzt,  1906,
8.  28)  bei  einer  Anzahl  von  Werken,  die  als  Muster  und  Typen  gelten,
ergab  folgendes  Verhältnis  von  Arbeitern  und  Beamten:
Es  kommt  für
Stahl-  u.  Hüttenwerke  auf  etwa  30—26  Arbeiter  ein  Beamter
Spinnereien  „  „  18—15
Webereien  „  „  12—10
Schiffswerften.  „  „  16—  8
Maschinenfabriken  „  „  12—  4
Forschungen  138.  —  Bernhard.

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