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Aufgabe  völlig  frei,  können  sich  ihr  mit  voller  Kraft  widmen.
Auf  dieser  Basis  ist  das  System  Taylor  aufgebaut,  das  die
Leistung  jedes  Arbeiters  um  100—3ü0°/o  steigern  soll 1 .  —
Die  führenden  Werke  Deutschlands  haben  sich  in  neuerer
Zeit  eine  auf  ähnlichen  Grundsätzen  beruhende  Organisation
geschaffen.  Nach  dem  Vorgang  der  Amerikaner  wurden  besondere ­
  Betriebsbureaus  eingerichtet,  die  Arbeitsverfahren  und
Arbeitsfolge  eines  jeden  Werkstücks  festzulegen  haben.
Den  Grundsatz  „Spezialisierung  der  Funktionen“  berücksichtigt ­
  eine  gute  Organisation  schon  bei  der  Einstellung
der  Arbeitskräfte.  „The  right  man  in  the  right  place,“  ist
die  Devise  eines  intensiven  Betriebs.  Taylor,  der  Direktor
des  Bethlehem  Steel-Works  fordert  individuelle  Berücksichtigung ­
  jedes  Arbeiters.  Jeder  soll,  um  das  Höchstmögliche
leisten  zu  können,  eine  Arbeit  erhalten,  für  die  seine  Kräfte,
Kenntnisse  und  Geschicklichkeit  gerade  noch  ausreichen.  Besonders, ­
  wo  man  sich  gegenseitig  in  die  Hände  arbeitet,
können  unfähige  oder  gleichgültige  Arbeiter  ein  Hemmnis  für
jede  Beschleunigung  der  Produktion  werden.  Sie  müssen,  wie
Schüler  betont,  entfernt  werden,  damit  die  guten  Arbeiter
nicht  geschädigt  werden 1  2 .  West  wirft  den  deutschen  Werkzeugmaschinenfabrikanten ­
  vor,  daß  sie  außer  stände  seien,  die
einzelnen  Arbeiter  entsprechend  ihrer  individuellen  Anlage  zu
verwenden 3 .
Auf  Einzelheiten  der  Betriebsorganisation  brauchen  wir
nicht  einzugehen.  Nur  kurz  sei  noch  auf  ein  paar  Momente
hingewiesen,  die  das  Arbeitstempo  beeinflussen  können.  Es
versteht  sich  von  selbst,  daß  eine  gut  organisierte  Werkstatt
mit  allen  notwendigen  Betriebsmitteln  versehen  ist  und  rechtzeitig ­
  für  deren  Ersatz  sorgt 4 .  Von  der  Art  und  Weise,  wie

1  Das  System  Taylor  benutzt  ferner  sorgfältige  Kontroll-  und
Zettelsysteme,  die  genaue  Selbstkostenbereehnung  gestatten,  Dinge,  die
uns  hier  nichts  mehr  angehen...
Literatur:  0.  Eicliberg,  Über  eine  Art  amerikanischer  Werkstattorganisation ­
  (System  Taylor),  Werkstattstechnik,  1907,  S.  461.  —
J.  H.  West,  Moderne  Gesichtspunkte  f.  d.  Verbesserung  d.  Org.  u.  d.
Arbeitsmeth.  in  Fabrikbetrieben,  Z.  d.  V.  d.  1.,  1906,  S.  141.  —  Gewerblich-technischer ­
  Ratgeber,  1907,  S.  316.  —  H.  K.  Hashaway,  The  value
of  „nonproducers“  in  manufacturing  plants.  Machinery.  Nov.  1906,  S.  133  f.
3  Schüler,  Schriften,  S.  108.
3  J.  H.  West,  Zur  Lage  der  deutschen  Werkzeugmaschinenfabriken,
Deutsche  Technische  Rundschau,  1905,  S.  355.
4  Auf  dem  Wege  der  Tarifverträge  —  auch  einer  ihrer  Vorzüge
—  beeinflussen  die  Arbeiter  gelegentlich  die  technischen  Zustände  und
die  Arbeitsmethoden.  So  heißt  es  für  die  Nadler  z.  B.:  „Werkzeuge
und  Maschinen  sind  in  brauchbarem  Zustand  zu  liefern  und  zu  erhalten“
(Der  Tarifvertrag  im  Deutschen  Reich,  1906,  III,  S.  153).  Es  finden
sich  ferner  Bestimmungen  wie:  Der  Unternehmer  verpflichtet  sich,  „für
die  Arbeiter  kleine  Zwingen  vorrätig  zu  halten“,  oder:  „Die  Akkordsätze ­
  gelten  unter  der  Bedingung,  daß  der  Unternehmer  im  oberen
Arbeitssaal  aufstellen  läßt:  zwei  große  Schraubböcke  usw.,  im  unteren
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