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investiert  werden.  Dieser  Erfolg  wird  bei  kürzerer  Arbeitszeit ­
  eintreten,  wenn  der  Kräftegewinn  durch  längere  Ruhezeit ­
  größer  ist,  als  der  Kräfteverlust  durch  Beschleunigung
des  Arbeitstempos.  Das  aber  ist  möglich  bei  einer  Tätigkeit,
die  infolge  einer  erzwungenen  Haltung  besonders  anstrengt
und  im  großen  ganzen  mehr  rhythmisch  gleichförmig  verläuft,
als  eine  Sonderbehandlung  von  Fall  zu  Fall  erforderlich  macht.
Die  rein  manuellen  Operationen  eines  Zigarrenarbeiters
sind  ein  weiteres  Beispiel  für  eine  Verrichtung,  die  fast  automatisch ­
  gleichmäßig  abrollt 1 .  In  diesem  Punkte  treffen  sonst
so  verschiedene  Formen  der  Handarbeit,  wie  Zigarrenfabrikation ­
  und  Bergbau  zusammen.  Bei  beiden  ermöglicht  Minderung
der  Arbeitszeit  Gleichbleiben,  ja  Steigerung  der  Produktion.
Um  die  Darstellung  nicht  allzu  sehr  zu  beschweren,  können
die  Belege  und  Zeugnisse  hierfür  nur  unter  dem  Text  angedeutet ­
  werden 1  2 .
Der  durchschnittliche  Kleinbetrieb  mit  stabiler,  veralteter

1  Die  Arbeit  besteht  in  der  Herstellung  der  sogenannten  Wickel
aus  Einlage  und  Umblatt,  sowie  Decken  des  Wickels  mit  dem  Deckblatt. ­
  Sie  verläuft  so  rhythmisch,  daß  sie  unter  Arbeitsgesängen  vor
sich  gehen  kann.  Für  fabrikmäßigen  Betrieb  ein  ganz  exzeptioneller
Fall  (vgl.  Bücher,  Arbeit  und  Rhythmus,  1902,  S.  232—233).
2  Günstige  Erfolge  kürzerer  Arbeitszeit  in  Zigarrenfabriken:
8.  Webb  and  H.  Cox,  The  Eight-Hours-Day,  1891,  S.  104.  —  J.  Rae,
Eight  Hours  for  Work,  S.  30,  43.  —  B.  Rost,  Der  achtstündige  Normalarbeitstag, ­
  S.  96.  —  Pringsheim,  Arch  f.  soz.  Gesetzgeb.  u.  Stat.,  VI,
S.  14.  —  Die  Arbeitszeit  der  Fabrikarbeiterinnen,  1906,  S.  144,  160,  236,
263.  —  Preuß.  Jahresberichte,  1903,  S.  295.  —  Badische  Jahresberichte,
1902,  S.  29  usw.  —
Steigende  Leistung  bei  kürzerer  Arbeitsschicht  in  Bergwerken:
J.  Rae,  S.  49,  54.  —Ders.:  Neue  Fortschritte  der  Achtstundenbewegung
in  England,  Arch.  f.  soz.  Gesetzgeb.  u.  Stat.,  1898,  S.  10.  ■—  Brassey,
Work  and  Wages,  1872,  S.  144.  —  J.  St.  Jeans,  Labour  in  relation  to
wages,  hours  of  work  and  efficiency,  Journ.  of  the  Royal  Stat.  Soc.,
vol.  55,  1892,  p.  629,  653.  —  Erhöhung  der  Produktion  durch  Verkürzung
der  Arbeitszeit  in  den  „Segen-Gottesgruben“  bei  Rossitz  in  Mähren,
Jahresbericht  der  Briinner  Handelskammer  für  das  Jahr  1896,  angeführt  .-Neue
  Zeit,  1897,  S.  97.  —  Brentano,  Über  das  Verhältnis  von  Arbeitszeit ­
  und  Lohn  zur  Arbeitsleistung,  S.  8,  9.  —  L.  Sinzheimer,  Über  die
Wirkung  des  Neunstundentages  bei  17  Kohlengruben  des  Ostrauer
Reviers,  Soz.  Praxis,  1906,  Nr.  20.  —  K.  Oldenberg,  Studien  über  die
rheinisch-westfälische  Bergarbeiterbewegung.  Jahrb.  f.  Gesetzgeb.  u.
Verw.,  XIV,  S.  656.  —  C.  A.  Schmidt,  Beiträge  zur  Geschichte  der  gewerblichen ­
  Arbeit  in  England,  1896,  S.  37.
Die  Verhältnisse  beim  Bergbau  sind  sehr  schwierig  zu  beurteilen,
da  die  natürlichen  Flözverhältnisse  die  Ausbringung,  unabhängig  von
der  Arbeitsschicht,  teils  günstig,  teils  abschwächend  beeinflussen  und
so  die  persönliche  Leistung  verschleiern.  Dies  wird  hervorgehoben:
Reichsarbeitsblatt,  1907,  S.  232  (Die  Entwicklung  der  Arbeitslöhne  und
Arbeitsleistungen  im  preußischen  Steinkohlenbergbau  in  den  letzten
20  Jahren),  vgl.  ferner  L.  Bernhard,  Die  Akkordarbeit  in  Deutschland,
$  j  7()  Herbig,  Das  Verhältnis  des  Lohns  zur  Leistung  unter  besonderer ­
  Berücksichtigung  des  Bergbaus,  Jahrb.  f.  Gesetzgeb.  u.  Verw.,
1908,  S.  633—634,  643—644.