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und  groben  Umrissen  folgen  können.  Bedenkt  man  ferner,
daß  in  der  Betriebsgröße  ein  relativ  äußerliches  Merkmal
vorliegt,  das  durch  die  Zahl  der  beschäftigten  Personen  nicht
einmal  erschöpfend  dargestellt  wird,  so  ist  den  folgenden
statistischen  Angaben  lediglich  ein  illustrativer  Wert  beizumessen. ­

In  den  österreichischen  Erhebungen  von  1906  zeigt  der
Maschinenbau  noch  am  klarsten  Beziehungen  von  Betriebsgröße ­
  und  Arbeitszeit.  Bei  dieser  Industrie  bilden  freilich
qualifizierte  Arbeit,  sowie  auf  der  Höhe  bleibende  Maschinerie
und  Organisation  besonders  vitale  Punkte.  Die  österreichischen
Zahlen  ergeben  folgendes  Bild 1 :

er  100

Betrieben

hatten  eine

A  rb  e

itszeit  v

Betriebsgröße:
Arbeiter

9  StÜ.  U.  y
weniger

-10  Std.

10—11  Std.

1--20

  ...  .

•  4,1

72,3

23,6

21-50

  ...  .

.  10,6

67,8

21,9

51—

100  ...

.  14,5

72,7

13,4

101—

300  ...

.  13,8

77

9,2

301—

1000  .  .  .

.  30,4

58.9

12,5

über

1000  .  .  .

.  45,5

45^5

9

In  der  Maschinenindustrie  haben  also  45,5  %  der  Großbetriebe ­
  und  nur  4,1  %  der  kleinen  eine  Arbeitszeit  von
9  Stunden  und  weniger,  während  die  gleichen  Verhältniszahlen
bei  10—11  Stunden  9  und  23,6%  betragen.  Mit  steigender
Betriebsgröße  sinkt  dieArbeitszeit.  —  In  der  Berliner
Metallindustrie  haben  0,59  °/o  der  kleinen  Betriebe  von  1  bis
100  Mann,  aber  24%  der  großen  von  500  Mann  und  mehr
den  achtstündigen  Arbeitstag 1  2  3  * .
Weniger  vernehmlich  ist  die  Antwort,  die  die  Statistik
auf  weitere  Fragen  erteilt.  Es  ist  daran  zu  erinnern,  daß  der
Grad  der  Spezialisation  und  die  Qualifikation  der  Arbeit,  unabhängig ­
  von  der  Betriebsgröße,  die  Arbeitszeit  zu  bestimmen
vermag.  Kleinere  Betriebe  können  technisch  und  organisatorisch
auf  höherem  Niveau  stehen  als  größere,  können  durch  Spezialisierung ­
  auf  gewisse  Artikel  den  Grund  für  einen  intensiven
Schnellbetrieb  mit  kurzem  Arbeitstag  legen.  Einige  der  in
England  mit  kurzer  Arbeitszeit  vorangehenden  Firmen  waren
z.  B.  verhältnismäßig  klein 8 .  —  Aus  diesen  Gründen  zeigt
die  alle  übrigen  Differenzen  nivellierende  Statistik  erst  einen
allgemeineren  Zusammenhang  von  Arbeitszeit  auf  der  einen
und  Betriebsgröße,  d.  h.  Technik  und  Organisation,  auf  der
1  Die  Arbeitszeit  in  den  Fabrikbetrieben  Österreichs,  1907,  S.  LXVI.
2  Nach  dem  „Ergebnis  der  statistischen  Erhebungen  über  Arbeitsund ­
  Lohnverhältnisse  in  der  Metallindustrie  in  Berlin“,  1903,  S.  11—12.
3  J.  Bae,  Neue  Fortschritte  der  Achtstundenbewegung  in  England,
Arch.  f.  soz.  G-esetzgeb.  u.  Stat.,  1898,  S.  16.