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bedeutender  Gewinn.  Wäre  der  Organismus  doch  in  dieser
Zeit  sonst  schädigenden  Reizen  und  Einwirkungen  ausgesetzt,
als  da  sind:  eine  von  Rauch-,  Staub-,  Ölpartikelchen  erfüllte
Atmosphäre,  Trockenheit  und  Hitze,  bedeutende  Temperaturschwankungen ­
  oder  erhöhter  Luftdruck,  Nässe  und  Feuchtigkeit ­
  bei  einigen,  grelles  Licht  und  strahlende  Wärme  bei
anderen  Gewerben 1 .  Je  nach  der  Betriebsweise  wirken  diese
Reize  einzeln  oder  verschieden  kombiniert.  Alle  betriebstechnischen ­
  Fortschritte,  die  zur  Verbesserung  der  hygienischen
Zustände  beitragen,  vermindern  die  Abnutzung  durch  den
Leergang.  In  einer  Weberei  nimmt  die  Arbeitsleistung  bedeutend ­
  zu,  nachdem  Temperatur  und  Feuchtigkeit,  die  auf
29 0  C  und  80  °/o  gestiegen  waren,  auf  ein  gesünderes  Maß
sinken  1  2  3 .
Man  hat  sagen  können,  daß  die  Sterblichkeit  in  der  Industrie ­
  der  Staubentwicklung  proportional  ist 8 .  Nach  Sommerfeld ­
  sterben  von  1000  Lebenden  an  Schwindsucht 4 :
bei  Berufen  ohne  Staubentwicklung  2,39
„  „  mit  „  5,42.
In  Lancashire  wie  anderwärts  haben  die  Textilarbeiter  eine
höhere  Sterbeziffer  als  die  Bergleute.  Zwischen  Tätigkeiten
im  Freien  und  solchen  in  geschlossenen  Räumen  besteht  ein
auffälliger  Unterschied  in  bezug  auf  Erkrankungen  an  Schwindsucht ­
 5 .
Die  Kräfteersparnis  durch  die  anderen  Teile  des  Leergangs ­
  wurde  schon  erwähnt.  In  einem  Raum,  wo  40  Webemaschinen ­
  arbeiten,  herrscht  ein  ununterbrochenes  donnerähnliches ­
  Getöse,  das  das  gesprochene  Wort  fast  unhörbar
macht.  Ein  Teil  der  älteren  Leute  wird  in  Maschinenfabriken
durch  das  Dröhnen  der  Hämmer  regelmäßig  schwerhörig.  Auf
der  anderen  Seite  entsteht  pathologische  Geräuschempfindlichkeit. ­
  Bei  einer  auf  575  Fälle  sich  erstreckenden  Untersuchung ­
  scheint  in  66  d.  h.  11,5  °/o  der  Lärm  Ursache  von
Arbeiterneurosen  gewesen  zu  sein 6 .  —  Jede  erzwungene
Haltung  des  Körpers,  die  an  sich  nicht  anstrengt,  wirkt  auf
die  Dauer  ermüdend.  Fortgesetztes  Stehen  oder  Sitzen  hat
schädigende  Wirkungen  und  verursacht  gewisse  spezifische
Arbeiterkrankheiten,  zumal  wenn  es,  wie  etwa  beim  Maschinennähen ­
  mit  vorgebeugter  Haltung  des  Oberkörpers  verbunden
ist.  Besonders  ungesund  ist  in  dieser  Hinsicht  die  sitzende
1  Handbuch  der  Hygiene,  herausgeg.  v.  Wyl,  lid.  VIII,  1894,  Gewerbehygiene, ­
  S.  27.  —  G.  Heilig,  Fabrikarbeit  und  Nervenleiden,
Berliner  Diss.,  1908,  S.  9  f.
2  Schüler,  Ausgew.  Schriften,  S.  110.
3  Gewerbehygiene,  S.  1208.
4  M.  Kühner,  Lehrbuch  der  Hygiene,  1907,  S.  742.
5  J.  Kae,  S.  102;  Kubner,  S.  741.
6  G.  Heilig,  Fabrikarbeit  und  Nervenleiden,  1908,  'S.  8—12.