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andere 1 .  „Warum,“  sagt  Barrows,  Direktor  der  Willimantic-Garnfabrik
  in  Connecticut,  „warum  ist  Willimantic-Garn
weicher  und  hat  mehr  Gewicht?  Jeder  Fabrikant  kann  die
gleiche  Wolle  und  Maschine  kaufen.  Woher  stammt  die  Überlegenheit ­
  unserer  Fabrikate?  Nur  weil  sie  von  Leuten  gemacht ­
  werden,  die  mehr  wissen  .  .  .  tliey  put  more  brains  into
their  work  than  others  do 1  2 .“  —  Schließlich  hat  ein  intelligenter
Arbeiter  weniger  Abfälle  und  schont  die  Maschinen,  wie  denn
ihr  Verschleiß  in  Indien  den  in  England  übertrifft.  Er  braucht
weniger  Aufsicht.  Nach  Schulze-Gävernitz  kommt  in  England ­
  ein  Aufseher  auf  60—80000  Spindeln,  in  Deutschland
auf  10—20000.
Die  Erkenntnis,  daß  die  technische  Hochkultur  geistig
höher  stehender  Menschen  bedarf,  hat  die  Praxis  schon  lange
durchdrungen.  P.  Möller,  der  Kenner  des  amerikanischen
Maschinenbaues,  Levasseur  und  andere  betonen,  daß  die
amerikanische  Industrie  einen  großen  Teil  ihrer  Erfolge  der
qualifizierten  Arbeiterschaft  verdanke,  deren  weiterer  Ausbildung ­
  man  große  Aufmerksamkeit  zu  wendet 3 .  Gerade
Deutschland  hat  allen  Grund,  das  in  der  Intelligenz  seiner
Bevölkerung  brachliegende  Kapital  auf  jede  Weise  zu  pflegen.
Ist  doch  unsere  Industrie  durch  ihre  natürlichen  Verhältnisse
in  steigendem  Maße  darauf  angewiesen,  die  Fertigfabrikation
in  den  Vordergrund  zu  rücken 4 .  Nicht  unter  dem  Schutze
1  Belgische  Fabrikanten  behaupten,  daß  in  ihren  Betrieben  stets
eine  halbe  Stunde  verloren  ginge,  um  eine  Betriebsstörung  zu  beseitigen,
während  die  englischen  Arbeiter  diese  wegen  ihrer  größeren  Kenntnisse
sofort  auffinden  (J.  Bae,  S.  156).  „Eine  bessere  und  allseitigere  Schulung
der  mechanischen  Weber  würde  die  Produktion  verbessern  und  vermehren. ­
  Ein  Weber,  der  seine  Arbeitsmaschine  genau  kennt,  der  insbesondere ­
  auch  die  Bindung  der  Gewebe  versteht,  wird  sein  Werk  viel
besser  übersehen,  er  wird  sich  bei  Behandlung  und  Vorrichtung  des
Stuhls  und  des  Werkes  viel  leichter  helfen,  er  wird  vorkommendc
Fadenbrüche  schneller  reparieren  können  als  ein  Weber,  der  nur  einseitig ­
  ausgebildet  ist“  (H.  Brauns,  Der  Übergang  von  der  Handweberei
zum  Fabrikbetrieb  in  der  Niederrheinischen  Samt-  und  Seidenindustrie,
Staats-  u.  sozialwiss.  Forschungen,  herausgeg.  v.  Schmoller  u.  Serins,
1906.  S.  182).
-  J.  Rae,  S.  187.
3  P.  Möller,  Aus  der  amerikanischen  Werkstattpraxis,  1904,  S.  11.
—  Levasseur,  L’Ouvrier  arnericain  II,  S.  427.  --  L.  Friedländer,  Der
Nachwuchs  gelernter  Arbeitskräfte  in  Amerika.  Werkstattstechnik
1907,  S.  123.
4  Brentano,  Die  beabsichtigte  Neuorganisation  der  deutschen
Volkswirtschaft.  Süddeutsche  Monatshefte,  1904,  S.  277.  —  F.  Naumann,
Neudeutsche  Wirtschaftspolitik,  1907,  S.  111—112.  —  H.  Schacht,  Inhalt
und  Kritik  des  Zolltarifentwurfs.  .Jahrb.  f.  Gesetzgeb.  u.  Verw.,  1902,
Bd.  26,  S.  791,  805.
In  der  amerikanischen  Stahlindustrie  ist  z.  B.  die  Qualität  der
Arbeiter  die  Hauptursache  für  die  erfolgreiche  Entwicklung  der  Fertigfabrikation ­
  des  Ostens  gegenüber  dem  Westen  gewesen  (H.  Levy,  Die
Stahlindustrie  der  Vereinigten  Staaten  von  Amerika,  1905,  S.  314).
Großbritannien  erblickt  in  dem  Besitz  derartig  geschulter  Arbeitskräfte
die  wesentlichste  Garantie  einer  zukünftigen  industriellen  Suprematie.