36 deutet also nach dieser Berechnung die jährliche Mehr ausgabe für Brot und Mehl über 50 Mk. Und wenn wir den sorgfältigen Berechnungen M o in- fo e r t s *) folgen, so beträgt bei 75 Familien im Durchschnitt die Belastung bei einem Zoll von Mk. 5,— Mk. 45,40 = 5,20% des Einkommens 5,50 Mk. 49,90 = 6,72% - Da das Einkommen dieser Familien im Durchschnitt 1136,8 Mk. beträgt, der tägliche Arbeitsverdienst also bei 300 Arbeitstagen 3,8 Mk., so muß der Arbeiter bei einem Zollvonö Mk. 12Tage,beieinemZollvon 5,50 Mk. 13,1 Tage arbeiten, um allein den Zoll auf zubringen. Die nächste Folge dieser Belastung ist die Minderung der Kaufkraft einmal für andere Nahrungsmittel, Fleisch, Eier, Butter, Gemüse, Obst, anderseits für gewerbliche Gebrauchs gegenstände. Von der Einschränkung der Kaufkraft für andere Lebensmittel hat der Bauer einen direkten Nachteil, für ge werbliche Gegenstände der Handwerker, hier namentlich das Schneider- und Schuhmachergewerbe. Und wie der kleine Mann an Schuhen oder Kleidern sparen muß, schränkt er in Zeiten der Teuerung auch sein Wohnungsbedürfnis ein, so weit er kann. Heute schon sind z. B. in München 26,4 % aller Wohnungen Teilwohnungen, d. h. über % aller Wohnungen gehört nicht einer Familie allein, Sondern mehrere teilen sich darein, und zwar besteht die Mehrzahl dieser Teilwohnungen aus nur einem Raum. Welche tief schädigenden Wirkungen dieses Gedrängtwohnen in physischer und moralischer Beziehung ausübt, braucht nicht erst ausgeführt zu werden. b Mombert, Die Belastung des Arbeitereinkommens durch die Kornzölle. (Jena 1901.)