12 in gewissem Grade übergeordnet zu sein. Für lange Jahre war das .erstentdeckte Oelgebiet, Pennsyl- vanien, ganz abgesehen von seiner unbestrittenen qualitativen Ueberlegenheit, auch hinsichtlich der geförderten Mengen das bei weitem wichtigste. Allmählich aber erschöpfte sich der scheinbar unermessliche Reichtum. Viele neue Bohrungen blieben trocken, die alten Quellen flössen spärlicher; das appalachische Bassin (Pennsylvanien, westl. Virginien, Kentucky, Tennessee und Südost ohio), das 1892 noch über 66%, 1896 noch 56% der gesamten Ausbeute geliefert hatte, gab 5 Jahre später nur noch 48%, 1904 gar nur noch ungefähr 26 s / 4 % her. In Pennsylvanien selbst wurden 1891 : 33 Millionen; 1901 : 14 Millionen, 1904 gar nur iV/a Mil lionen Fass Rohöl produziert. Dieser Ausfall wurde nur halb wett gemacht durch die steigende Produktion in anderen Gebieten. Im ganzen genommen stieg sie quantitativ bisher noch immer, aber qualitativ reicht das Oel nicht an das pennsylvanische heran. Texanisches sowohl wie kalifor nisches Oel haben einen sehr hohen Prozentsatz an Schmieröl, und nur Kansas liefert ein den minder guten Sorten der östlichen Staaten ähnliches Oel. Im Jahre 1904 waren die einzelnen Länder (die Zahlen sind den Mineral Resources of the U. S., S. 680 ff., entnommen) an der Produktion wie folgt beteiligt: dem Werte nach Ohio 23,46 % W. Virginia 20,35 °/ 0 Pennsylvan. 18,29 °/ 0 Indiana 12,09 % 74U9 % der Menge nach 16,13 % 10,80 % 9,65 °/o 9,69 % 46,27 % Texas 8,06 % California 8,17 0/ 0 19,00 % 2 5,33 % Die Gesamtrohölproduktion der Vereinigten Staaten seit 1859 betrug nach der oben erwähnten Quelle (S. 685) in den einzelnen Jahren: (Tabelle siehe nächste Seite). Demnach ist, wenn man das letzte Jahrzehnt betrachtet, von 1896—1899 ein Rückgang der Produktion zu verzeichnen, wäh rend gerade in diesen Jahren Russlands Oelgewinnung ausser ordentlich stieg. Man glaubte damals schon, ein in nicht allzu ferner Zeit eintretendes Versiegen der amerikanischen Quellen prophezeien zu müssen. Die Befürchtungen erwiesen sich aber