56 menge von 167000 Fass stehen) u. s. w., wo eine ganze Anzahl Tanks — ä je ca. 14000 Fass Inhalt! — zusammensteht, erfor dern demgemäss ein Areal, das nach Zehntausenden von qm misst. Auf diesen dem übrigen Warenverkehr entzogenen Plätzen pflegen übrigens auch die grossen Fasslager, Fassfabriken und Reparaturwerkstätten zu liegen, sodass eine solche Anlage mit unter eine imposante Grösse erreicht. Aber auch schon die Fassläger der lokalen Grosshändler mussten eine relativ erhebliche Ausdehnung haben, umsomehr, da für die Hauptbedarfszeit, während der eine Zufuhr oft nur unter Schwierigkeiten möglich war, immer genügend Vorrat da- sein musste. Da ausserdem bei diesen Lägern hohe Leckage un vermeidlich war, stellte sich die Lagerung schon an sich sehr teuer, jedenfalls verhältnismässig viel teurer als diejenige in Tanks. Alle diese eben erwähnten Umstände wirkten zusammen, um den Petroleumhandel in der Hand verhältnismässig weniger Grossisten zu konzentrieren, zunächst in der der Importfirmen. Als die Amerikaner daran dachten, ihr Produkt auf dem deutschen Markte einzuführen, stiessen sie zuerst auf grosse Schwierigkeiten. Niemand wollte sich mit dem feuergefährlichen und ekelhaften Steinöl, dessen Absatzfähigkeit man damals noch nicht entfernt ahnte, befassen. Erst nach längerem Zaudern ent schlossen sich der Geestemünder Spediteur Wilh. A. Riedemann und die Bremer Firma Alb. Nie. Schütte & Sohn, Inhaber die Brüder Franz Ernst und Karl Schütte , die Vertretung zu über nehmen. Der Versuch glückte, und Millionen auf Millionen rollten den glücklichen Mitbegründern und genialen Leitern der Deutsch-Amerikanischen-Petroleum-Gesellschaft in den Schoss. Bald darauf kamen noch einige andere Firmen, Bremer und Plam- burger, hinzu. Der ganze Handel beschränkte sich naturgemäss zuerst nur auf das Fassengrosgeschäft. Die gefüllten Fässer kamen auf Seglern herüber, wurden im Hamburger und Bremer Hafen ein gelagert und in Quantitäten von meist je mehreren hundert Fass an die grösseren binnenländischen Grossisten abgesetzt, die ihrer seits nicht immer schon direkt an die Detaillisten, oft erst noch wieder an kleinere Platzgrossisten ladungs- oder fassweise ab setzten. Aus den Holzfässern in den Läden der Detaillisten