6o stehenden Schiffsraum voll ausnutzen und ist durch ihren eigenen Schiffs- und Wagenpark in den Stand gesetzt, nach und nach in den Sommer- und Herbstmonaten die grossen Binnenläger und aus diesen, auch immer rechtzeitig, die kleineren Läger an den einzelnen Tankbetriebsstationen zu füllen. Im Winter werden die Zisternen mehr für Grossisten gebraucht. Die Auffüllung der in den kleinen Tanks für den eigenen Betrieb lagernden Mengen kann aber unter diesen Umständen dann meist so lange hinaus geschoben werden, bis die Zisternen wieder frei sind. So kommt die D.-A. P.-G. mit einem verhältnismässig sehr kleinen Wagen park aus — etwa eine Zisterne für jede Tankbetriebsstelle, im ganzen etwa 750 Stück (nach freundlicher Angabe der D.-A. P.-G.). Von grossem Einfluss ist ferner die Leckage. Auch die bestgearbeiteten B'ässer leiden durch die Witterung. Die Reifen springen, die Fugen lockern sich, und ein oft sehr hoher Pro zentsatz des Inhalts geht verloren. Die D.-A. P.-G. dagegen ist durch den Transport in Tankkähnen vor solchen Verlusten ge schützt. Auf jeden Fall ist das Untergewicht unverhältnismässig viel kleiner und dürfte, bei einem Transport von Hamburg nach Dresden z. B., nicht mehr als höchstens 1 / 2 % betragen gegen das Mehrfache beim Fassversand. Durch längeres Lagern in Fässern löst sich auch häufig der Leim. Das Oel wird trübe. Es klärt sich zwar grösstenteils durch Lagern wieder, ein nicht unerheblicher Prozentsatz bleibt hierbei jedoch stets verloren. Was zuletzt die Ausschaltung der Grosshändler anbelangt, so wurde die D.-A. P.-G. auf einem ganz natürlichen Wege dazu gedrängt. Sie ist wohl eine künstlich beschleunigte, davon ab gesehen aber eine geradezu notwendige Folge der Entwicklung. Im grossen und ganzen hatte die Gesellschaft das übermässig teure Plolzfassgeschäft schon abgeschafft: sie hatte die Segler durch Tankdampfer ersetzt (bezog also keine Holzfässer mehr aus Ame rika), hatte eiserne Kesselwagen gebaut, errichtete überall Tanks. Andererseits füllten auch schon vielfach die Kleinhändler das fassweise gekaufte Oel in eigene eiserne Pumpbehälter. Die einzigen, die also noch Holzfässer gebrauchten, waren die lokalen Grosshändler. Nun war die D.-A. P.-G. die einzige Gesellschaft, die eigene Fassfabriken hatte. Die Herstellungskosten eines Fasses sollen sich auf rund 5.50 Mk. stellen. Durch den Ver kauf von Fassöl ging das Fass in das Eigentum des Käufers über. Die andern Gesellschaften waren also in der Lage, es von diesem