6i zu erwerben, und zwar zu einem billigeren Preise (Mk. 475 bis höchstens Mk. 5.40 im Durchschnitt), obwohl es jetzt besser war als neu. Denn neue Fässer halten beim ersten Transport schlecht; erst nach zwei-, dreimaliger Verfrachtung und Verböttcherung kann man sie als »gut« bezeichnen. Also hatte die D.-A.-P.-G. ausser der Mühe der Herstellung, aus§er ihren tatsächlichen Ver lusten an den Fässern selbst noch die höhere Leckage zu tragen. Ganz natürlich war es, dass sie auf Abhilfe sann. Jetzt hat sie ihre Geestemünder Fassfabrik schon seit längeren Jahren still liegen und kauft die Fässer grossenteils nur noch auf dem Markte zusammen. Dass der selbständige Inlandsgrossist gegen den oben ge schilderten grossartig funktionierenden und rationell arbeitenden Betrieb der D.-A.-P.-G. nicht aufkommen konnte, ist klar. Er machte deshalb aus der Not eine Tugend und kaufte nur mehr ab einem der grossen Inlandsläger. Dadurch geriet er allerdings in ein ziemlich festes Abhängigkeitsverhältnis zur D.-A.-P.-G. oder richtiger gesagt, lieferte sich ihr auf Gnade und Ungnade aus. Denn wenn er, wie der sächsische Grossist, z. B. »ab Rosslau, Riesa, Dresden« kaufte, so brauchte er naturgemäss kleinere Quanten abzunehmen, als er bei direktem Bezüge »ab Bremen— Hamburg« abgenommen haben würde. Er kaufte nicht mehr so viel Ware auf Vorrat, sondern rief sie nach Bedarf ab. Bald war er garnicht mehr auf grössere Bezüge eingerichtet, bezog in geliehenen Zisternenwagen, geliehenen Eisenfässern, kurz, gab seine selbständige Stellung ganz unmerklich auf. Wenn die D.- A.-P.-G. ihn nicht schon vorher in ein bestimmtes festes Verhält nis zu sich gebracht hatte, so hatte sie jetzt gewonnenes Spiel; wie die Entwicklung der Tatsachen gezeigt hat, hat sie sich diese Blösse der Grosshändler auch nutzbar gemacht. Hatte sie doch jetzt eine Waffe in der Hand, der jene nicht gewachsen waren. Zur Kaltstellung der sich ihr geneigter zeigenden Grosshändler standen der D.-A.-P.-G. zwei Wege offen. — Handelte es sich um grosse, alteingeführte Firmen, so kaufte sie diese oder we nigstens deren Petroleumgeschäft in nicht seltenen Fällen einfach auf, wie dies z. B. bei einem bedeutenden früheren Leipziger Grosshändler geschah. Der Absatz der aufgekauften Firmen ging natürlich, weil absichtlich herbeigeführt und der D.-A.-P.-G. zu geschoben, rapid zurück. Andererseits war es dieser möglich, durch die aufgekaufte Firma, deren Name vorläufig bestehen