24 Zufällig befindet sich nun auch die Seidenfabrikation in einem Stadium, das — abgesehen vom Standpunkt der Erträge — alle Veranlassung zu einer Zollermäßigung bot. Seit einem halben Jahrhundert hat die Seidenindustrie einen ungewöhnlich hohen Schutz genossen und bei einem außerordentlichen Wachstum große Dimensionen angenommen. Ihr Charakter hat sich vollständig ­ geändert. Die Entwicklung war nicht allein quantitativer, sondern auch qualitativer Natur. Es mag sich hier die Gelegenheit ­ oder doch die Möglichkeit geboten haben, junge Industrien erfolgreich zu beschützen. Die Zölle auf fast alle Seidenwaren, wie auch auf Wollwaren sind derart gestiegen, daß sie die ausländische ­ Konkurrenz ausschließen. Die Sätze hätten ermäßigt werden können, ohne daß der Stamm der Industrie davon berührt worden wäre. Die Frage ist jetzt gewissermaßen in ein akutes Stadium getreten, ob bei einer einschneidenden Zollermäßigung solche jungen Industrien sich jetzt weniger als zu Anfang auf einen Schutzzoll stützen müssen und ob sie bereits in der Erlangung ­ einer event. Unabhängigkeit Fortschritte gemacht haben. Eine andere Gruppe, bei der die Zollermäßigung geringer war, als man erwartet hatte, ist die der Ton- und Tonerdenwaren. ­ Auch hier sind die Zölle verhältnismäßig hoch geblieben, wahrscheinlich aus fiskalischen Gründen. Die veränderten ­ Zollsätze auf die betreffenden Artikel sind folgende; Tarif 1909 Tarif 1913 Irdene und Töpferwaren, nicht bemalt, nicht verziert 55% 35% Töpferware bemalt oder verziert 60% 40% China- und Porzellanwaren, nicht bemalt oder verziert . . . 55% 50% China- und Porzellanwaren, bemalt oder verziert ­ 60% 55% Die billigeren Sorten, wie irdene und Töpferwaren (gleichviel, ob einfach oder verziert), werden in großem Umfange in den Vereinigten Staaten hergestellt. Der Import ist nicht unerheblich, ­ aber die inländischen Fabrikanten behaupten das Feld.