27 Von weniger bedeutenden Positionen seien genannt: Felle,! die im Tarif von 1909 nach heftigen Debatten freigegeben wur den, bleiben natürlich auch jetzt frei, außerdem sind Leder, Stiefel und Schuhe mit auf die Freiliste gesetzt worden. Weizen und Mehl, Vieh und Fleisch sind gleich falls zollfrei. In dem Repräsentantenhause bemühte man sich, die Zölle auf Vieh und Weizen beizubehalten, während man die auf Mehl und Fleisch abschaffen wollte. Es war ein Versuch, den Konsumenten zu entlasten und doch dem Farmer gegenüber den Schein des Schutzes aufrecht zu erhalten. Schließlich siegte der gesunde Menschenverstand, und die Zölle auf Nahrungsmittel; Wurden ein für alle Male abgeschafft. Diese Änderung ist für] die allernächste Zeit von geringer Bedeutung — mit Ausnahme v on Fällen, in denen Grenzhandel oder gelegentliche Importe in schlechten Zeiten in Frage kommen. Eier, Milch und Sahne stehen ebenfalls auf der Freiliste; gleichfalls Artikel, bei denen nur ein kleiner Grenzhandel seine Rechnung findet. Endlich sind auch Kohlen und Brennholz (lumber) frei; die Überbleibsel der im Jahre 1909 beibehaltenen Zölle sind be seitigt worden. Bücher, hauptsächlich in fremden Sprachen, sind zollfrei^ trotz eines unverständlichen Versuchs, sie zollpflichtig zu machen, ai >ch alle Leitfäden, die in Schulen und Erziehungsanstalten be nutzt werden, stehen auf der Freiliste. Kleidungsstücke u nd persönliche Mühseligkeiten von Reisenden, die zum Gebrauch notwendig sind, sind ohne Ansehung des Wertes völlig frei. Außerdem ist es den Bewohnern der Vereinigten Staaten, die v on außerhalb zurückkehren, gestattet, Artikel bis zum Werte v on 100 Doll, für den persönlichen Gebrauch oder für den Haus halt, als Andenken oder als Kuriositäten zollfrei einzuführen. unter dem Schutzzoll. Bezüglich der deutschen Situation finden wir eine geschickte Darstellung in dem Werk von G. Goldstein: „Die Entwicklung der deutschen Roheisenindustrie seit 1879“ in Verh. des Vereins z. Ford, d. Gewerbfleißes 1908 und.„Der deutsche Eisenzoll — ein Erziehungszoll“, Wlkswirtsch. Zeitfragen 1912. Bezüglich der amerikanischen Eisenindustrie beziehe ich mich auf zwei meiner eigenen Zeitschriften im „Quartely Journal of Economics“, 1900.